Verkehrssicherheit bereitet Sorgen: Die maroden Wege des Atscher Friedhof sollen saniert werden

Verkehrssicherheit bereitet Sorgen : Die maroden Wege des Atscher Friedhof sollen saniert werden

Für die Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes ist die Aufgabe wie einen Felsblock auf einen Berg hinaufzuwälzen, der fast am Gipfel jedes Mal wieder ins Tal rollt. Es gibt manche Tätigkeit, die an dieses Schicksal des altgriechischen Sagenheldes Sisyphos erinnert, der immerhin dem Hades entkommen ist, in Stolberg.

Eine dieser Sisyphos-Aufgaben in der Kupferstadt sind die überalterten und maroden Wege auf den insgesamt 16 Friedhöfen im Stadtgebiet. Sie sind teilweise ein einziges Flickwerk, das immer wieder den Einsatz der Kolonnen erfordert. Viel mehr als Flicken kann das TBA dort auch nicht. Zu umfangreich ist das Wegenetz. Dort wo die Truppe von Georg Paulus im Einsatz war, überlebt die Asphaltstrecke vielleicht ein paar Jahre. Aber die Witterung und das Wurzelwerk der Bäume sorgt immer wieder für neue Löcher und Stolperstellen in dem oftmals überalterten Asphalt.

Entsprechend häufig sind die Klagen vor allem älterer Friedhofsbesucher über solche gefährlichen Stolperfallen. Diesen will die Stadt nun grundlegend zu Leibe rücken. „In den kommenden Jahren sollen die asphaltierten Wege wieder instand gesetzt werden“, kündigt der Technische Beigeordnete Tobias Röhm an.

Vorausschauend hat der Stadtrat im Haushalt für dieses Jahr ein erstes Budget bereitgestellt. Rund 200.000 Euro wurden für die Sanierung der Friedhofswege eingeplant. Das ist freilich eine Summe, die naturgemäß bei Weitem nicht ausreicht, die Wege aller 16 Friedhöfe wieder auf Vordermann zu bringen.

Münsterbusch folgt 2020

Deshalb will die Verwaltung einer Prioritätenliste folgen und entsprechend für jedes Jahr Haushaltsmittel beantragen, um einen Friedhof abarbeiten zu können.

Den Auftakt macht die Kupferstadt auf dem Friedhof Atsch, wo die „in Mitleidenschaft gezogenen Asphaltwege wieder in einen ordnungsgemäßen und dauerhaft verkehrssicheren Zustand versetzt werden sollen“; so Röhm weiter.

Die Arbeiten sind bereits ausgeschrieben. Am 11. Juli soll der Vergabeausschuss ein Unternehmen beauftragen, das die Tiefbauarbeiten zeitnah aufnehmen soll.

Für die beiden folgenden Jahre hat sich das Technische Betriebsamt zunächst den Friedhof Münsterbusch und für 2021 an der Bergstraße den größten Friedhof im Stadtgebiet vorgenommen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.