„Stolberg goes Cuba“: Die Kupferstadt wird zur „Kuba-Stadt“

„Stolberg goes Cuba“ : Die Kupferstadt wird zur „Kuba-Stadt“

Karibisches Flair, kubanische Lebensfreude, viel Tanz und noch mehr Musik – das Kupferstädter Kulturfestival „Stolberg goes Cuba“ hat tausende Besucher begeistert.

„Ein ganzes Wochenende mit tollem Programm auf sechs Bühnen und freiem Eintritt. Wo gibt es denn so etwas? So etwas gibt es nur in Stolberg“, meinte Karina Wahlen am Samstagabend. Die stellvertretende Bürgermeisterin überließ dann aber die offizielle Eröffnung von „Stolberg goes Cuba“ einem besonderen Gast, und Yamari Pérez Viera, Botschaftsrätin der Republik Kuba, gab den Startschuss für das Kulturfestival.

Highlight auf der Bühne

Mit Nils Fischer und „Timbazo“ hat Kulturmanager Max Krieger ein erstes Highlight auf der Bühne vor dem historischen Rathaus präsentiert, und die Musiker lockten mit Salsa, Timba und Jazz fast 2000 Zuhörer auf den Kaiserplatz. Im Anschluss an das Konzert zogen zahlreiche Besucher mit der Samba-Gruppe „Animoso“ vom Kaiserplatz in die Altstadt, die sich alsbald enorm füllte. Vor allem am Alter Markt spielten „Barbara Verdecia Y Vaiven Cubano“ vor einer äußerst stattlichen Kulisse.

Das Publikum indes genoss die ansprechende Musik ebenso wie das malerische Ambiente „unter den Palmen vom Alter Markt“, der prall gefüllt und atmosphärisch illuminiert beste Aufenthaltsqualität bot. Andere Besucher von „Stolberg goes Cuba“ lauschten auf dem oberen Burghof dem Städtischen Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Karl Schäfer, oder ließen sich auf dem unteren Burghof von den rhythmischen Klängen von „Animoso“ in Wallung bringen.

Karibik-Parade

Musik und Tanz waren bereits am Freitagabend Trumpf, als mehrere Livekonzerte in der Altstadt-Gastronomie und am Burghaus viele Besucher anlockten. Der verkaufsoffene Sonntag von „Stolberg goes Cuba“ begann mit einem weiteren Highlight: Die Karibik-Parade war ein sehr sehenswertes Spektakel, das tausende Zuschauer erfreute. Musik- und Kostümgruppen sowie prachtvolle us-amerikanische Oldtimer, die das Straßenbild Kubas prägen, zogen vom Kaiserplatz in die Altstadt.

„Barbara Verdecia Y Vaiven Cubano“ begeistern die Zuhörer auf dem Alter Markt. Foto: Dirk Müller

Der Kupferstädter Kulturverein City Starlights verkörperte in originellen Kostümen alle Mottos aus 13 Jahren „Stolberg goes ...“, die Tanz- und Kostümgruppe „Fiesta Tropical“ bewies, dass die Eifel fast zur Karibik zählt, und die Musikgruppen beschallten die Parade abwechselnd mit dem kraftvollen Brummen der Oldtimer. Nach der Parade waren die tanzenden und musizierenden Walking-Acts bis in den frühen Abend in der Alt- und Innenstadt unterwegs und erfreuten die Festivalbesucher in der „kubanischen Kupferstadt“ Stolberg.

Zigarren gerollt

Zudem konnten Kinder karibische Märchen an der Burg erleben, im Kunsthandwerkerhof wurden Zigarren gerollt, die Artibus-Kunstausstellung mit ansprechenden Bildern von Carlos Cruz Bodensiek lud in die Burg-Galerie ein, und weitere Livekonzerte erklangen in der Altstadt. Zum Abschluss von „Stolberg goes Cuba“ wartete Max Krieger mit einem weiteren Höhepunkt auf, als die bekannte Band „Jamaram“ auf dem Kaiserplatz spielte. Ob bei Cuba Libre oder Bier, bei Wasser oder Wein, auf dem Kaiserplatz, dem Alter Markt oder an der Burg – das Kulturfestival hat die Kupferstadt zur Kuba-Stadt Stolberg werden lassen und tausenden Besuchern ein unvergessliches Wochenende bereitet.

Die Musiker von „Timbazo“ unterhalten mit Salsa, Timba und Jazz auf dem Kaiserplatz. Foto: Dirk Müller
Mehr von Aachener Zeitung