Stolberg: Die Kupferstadt als attraktiver Unternehmensstandort

Stolberg: Die Kupferstadt als attraktiver Unternehmensstandort

Zufrieden, aber noch längst nicht am Ende ihres Weges angekommen, zeigt sich die SPD bei ihrem fünften und letzten Bürgerdialog - diesmal zu den Themen Wirtschaft, Arbeit und Stadtentwicklung.

„Wir haben allen Grund, auf das bisher Erreichte stolz zu sein”, blickt Martin Peters auf die erste Legislaturperiode unter Bürgermeister Ferdi Gatzweiler zurück.

„Vor allem im Bildungsbereich sind gute Voraussetzungen geschaffen worden, auf die es in den kommenden fünf Jahren aufzubauen gilt”, so der Vorsitzende der Stolberger SPD und Bundestagskandidat.

Ein primäres Ziel sei es, langfristig so viele Ausbildungsplätze zu schaffen, dass jeder Jugendliche aus Stolberg auch in der Kupferstadt eine Anstellung finden könne. Dass dies aber noch ein frommer Wunsch ist und ein langwieriger Prozess werden dürfte, weiß auch Dieter Wolf: „Dazu brauchen wir hier einfach noch mehr Unternehmen”, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. „Stolberg ist ein Produktionsstandort, den wir fit halten müssen.”

Anregungen hierfür kamen unter anderem von André Brümmer. „Wir brauchen eine neue Gewerbeflächenpolitik, die mehr auf regionale Bedürfnisse zugeschnitten ist”, verdeutlicht der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Selbstständige.

Wichtig sei die Einführung eines Gewerbebeauftragten, der den Betrieben die bürokratischen Schritte erleichtert und als Bindeglied zur Verwaltung fungiert.

Dass dafür aber auch infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen werden müssen, dessen sind sich die Genossen bewusst. So will Peters als Bundestagsabgeordneter intensiv für einen neuen Autobahnanschluss kämpfen. Standortfaktoren wie dieser seien langfristig gesehen absolut notwendig für Stolberg, wenn man sich als attraktiver Unternehmensstandort weiterentwickeln wolle.

Auch die Stadtentwicklung sieht die SPD grundsätzlich auf dem richtigen Weg, obschon Ferdi Gatzweiler betont, dass „insbesondere in der Rathausstraße städtebaulich etwas getan werden muss.” Doch mit Kaufland und dem im Bau befindlichen „Burgcenter” verfüge Stolberg über eine „vitale Innenstadt für Handel und Gewerbe” (Wolf), die als Publikumsmagnet auch Leute von außerhalb locken würde. Außerdem seien Mausbach, Breinig und Büsbach weitere attraktive Zentren. Diese Vielfältigkeit Stolbergs gelte es weiter auszubauen.

Das entwicklungstechnische Problemkind der Stadt bleibt jedoch der Steinweg. Bisher ist es nicht gelungen, alle Eigentümer an einen Tisch zu bringen und die Grundstücksfrage einvernehmlich zu regeln. Die SPD rechnet damit, dass eine Einigung hier noch Jahre auf sich warten lassen könnte.