Stolberg: Die Halle tobt: SSV-Handballerinnen vorzeitig aufgestiegen

Stolberg: Die Halle tobt: SSV-Handballerinnen vorzeitig aufgestiegen

Nach dem Motto der Höhner „Jetzt gehts los, wir sind nicht mehr aufzuhalten” haben die Handballerinnen des Stolberger SV am Samstagabend im Spitzenspiel der Landesliga den Tabellendritten TV Birkesdorf empfangen: Die Damen hatten noch nie so viele Zuschauer. Schätzungsweise 200 Fans fanden den Weg zum Glashütter Weiher.

Stolberg wollte mit einem Sieg den vorzeitigen Aufstieg in die Verbandsliga besiegeln. Bis in die Haarspitzen motiviert, ging das Stolberger Team in das Spiel gegen die Mannschaft des ehemaligen Stolberger Trainers Frank Laudien und setzte sich schnell auf 6:2 ab, was die Fans schier aus dem Häuschen brachte.

Leider kam es dann unverständlicherweise zu einem Bruch im Spiel: In der Abwehr wurden zu viele Fehler gemacht, im Angriff verhinderten Pfosten- und Lattentreffer eine höhere Führung. Stattdessen zog Birkesdorf auf drei Tore davon. Doch die Kupferstädterinnen besannen sich wieder ihrer Stärken und reduzierten bis zur Pause den Rückstand auf zwei Tore.

Beim Halbzeitstand von 14:16 wurden die Fehler analysiert und die Taktik für die zweite Spielhälfte besprochen. Was die Damen danach zeigten, war richtig gut: Schnell war der Rückstand egalisiert, und die Abwehr stand sicher. Was doch noch den Weg aufs Tor fand, wurde von den beiden Torhüterinnen meist erfolgreich abgewehrt. Was den Zuschauern geboten wurde, war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten.

Die Stolbergerinnen zogen auf fünf Tore davon und sahen bereits zur Mitte der zweiten Halbzeit wie die klaren Siegerinnen aus. Aber leichtfertig vergebene Chancen ließen die Birkesdorferinnen noch einmal bis auf zwei Treffer herankommen. Am Ende hieß es 31:26. Die „SSVerinnen” hatten in Hälfte zwei gerade einmal zehn Gegentreffer zugelassen und 17 erzielt. Die Halle tobte, die Kupferstädterinnen fielen sich in die Arme, der Aufstieg in die Verbandsliga war geschafft.