Stolberg: Die Geschichte der vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg

Stolberg : Die Geschichte der vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg

In seinem Vortrag „Ein Territorium entsteht“ präsentiert der Historiker und Referent, Guido van Büren, am Donnerstag, 19. Oktober, die vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg. Im Jahr 1521 wurden unter Herzog Johann III. aus dem Hause Mark die Territorien Jülich-Berg-Ravensberg und Kleve-Mark Ravenstein vereint.

Damit war im Nordwesten des Heiligen Römischen Reiches eine bedeutende Machtakkumulation entstanden. Diese wurde noch größer, als Johanns Sohn, Wilhelm V., 1538 die Erbschaft im Herzogtum Geldern und in der Grafschaft Zutphen antrat.

Für kurze Zeit schien eine Großmachtbildung am Niederrhein möglich, die jedoch durch das energische Eingreifen Kaiser Karls V. vereitelt wurde. Erlebte der Niederrhein in der Mitte des 16. Jahrhunderts unter Herzog Wilhelm V., der Reiche, zuerst eine Blütezeit, geriet der Territorialkomplex nach 1566 immer mehr in den Sog der Wirren in den benachbarten Niederlanden.

Die Ehen Herzog Johann Wilhelm I. blieben kinderlos, so dass das „Land im Mittelpunkt der Mächte“ nach 1609 zerfiel. Der Vortrag wird nicht nur die politische Geschichte nachzeichnen, sondern auch den Blick auf konfessionelle, kulturelle und alltagsgeschichtliche Aspekte lenken, die auch die jülische Unterherrschaft Stolberg betrafen. Die Veranstaltung, zu der der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein einlädt, findet um 20 Uhr im Kupferhof Rosental, Rathausstraße 68, statt.

Anmeldungen zur Teilnahme an diesem Abend sind nicht erforderlich.