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Stolberg-Mausbach: Die Feuerwehr in den 50er Jahren

Stolberg-Mausbach : Die Feuerwehr in den 50er Jahren

Feuerwehrgeschichte stand diesmal im Mittelpunkt des Mausbacher Erzählcafés. Hubert Jörres, einst Gruppenführer des Mausbacher Löschzuges, präsentierte Bilder aus den 50er Jahren.

Die Aufnahmen zeigten die Männer bei Ausflügen in die Eifel, an die Mosel und an den Rhein sowie bei Übungen und Einsätzen in Schevenhütte und der Schroiffstraße. Der Mausbacher Löschzug gehörte bis 1972 zu der von Matthias Stein geleiteten Freiwilligen Feuerwehr der damals selbstständigen Gemeinde Gressenich.

Weitere Löschzüge - eine alte Bezeichnung für Löschgruppe - existierten in Werth, Vicht, Schevenhütte und Gressenich. Die Bilder weckten Erinnerungen an das erste Löschfahrzeug oder an die schmucken Ausgeh-Uniformen, die erstmals Anfang der 60er Jahre getragen wurden. Aber auch Namen wie Hubert Münch, Johannes Kremer, Bernhard Steffens, Hans Wimmer oder Rudolf Haxleden wurden ein Teil der Erinnerung. Sie gehörten zu den Aktiven der 50er Jahre und präsentierten sich in stattlicher Ausrüstung.

Mundart-Begriffe

Im Anschluss an die Bilderschau hatte Johann Müllejans das Wort. Er erinnerte an mundartliche Begriffe wie Parreplü, Parresöll, Plümo, Lamperie, Fornös, Forschett, Pläsir und Piif. Die andersartigen Bezeichnungen für Schirm, Sonnenschirm, Federbett, Fußleiste, Herd, Gabel, Vergnügen und Pfeife entstammen in abgewandelter Form der französischen Sprache. Sie wurden laut Müllejans von den französischen Truppen, die von 1794 bis 1815 das Rheinland besetzt hielten, mitgebracht und in eingedeutschter Form von der einheimischen Bevölkerung verwendet.

Eine Rolle spielte beim Erzählcafé auch das letzte Überbleibsel der ehemaligen Erzgrube Diepenlinchen. Zur Rettung und Restaurierung des kaminartigen Aufbaues, des so genannten Froschschachtes, hat sich eine aus Erzählcafé und Gressenicher Geschichtskreis „Dumols ä Gressenich” bestehende Initiative gebildet. Diese hat nun zur Finanzierung der Sanierungsarbeiten in einer Auflage von 100 Stück eine 100-seitige Broschüre erstellt, die für fünf Euro erhältlich ist. Das Werk enthält Artikel, die die Geschichte des Bergwerkes von 1861 bis 2004 dokumentieren.

Weitere Treffen des Mausbacher Erzählcafés finden am Montag, 20 September, und Montag, 13. Dezember, jeweils ab 19.30 Uhr, im Mausbacher Pfarrheim statt.