Stolberg: Die ersten drei Notfallsanitäter bei der Stolberger Feuerwehr

Stolberg: Die ersten drei Notfallsanitäter bei der Stolberger Feuerwehr

Die Stolberger Feuerwehr ist stolz auf die tolle Leistung von drei ihrer Kameraden, die die höchst-qualifizierteste Ausbildung im Bereich des nichtärztlichen Rettungsdienstes absolviert haben.

Nach einem 80-stündigen Aufbaulehrgang legten Hauptbrandmeister Dieter Albrecht, Oberbrandmeister Michael Bartz und Oberbrandmeister Norbert Janssen die Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter an der Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie in Bocholt ab. Damit hat die Kupferstadt ihre ersten Notfallsanitäter.

Für die drei Lehrrettungsassistenten reichte die Teilnahme an einem Fortbildungslehrgang, da sie bereits seit vielen Jahren Rettungsassistenten und im Rettungsdienst — bis zu 18 Jahren — tätig sind. Grundsätzlich handelt es sich beim Notfallsanitäter um eine dreieinhalbjährige Berufsausbildung. Die Prüfung ist für beide Teilnehmerkreise, bis auf den schriftlichen Teil, identisch.

So mussten Albrecht, Bartz und Janssen ihr Wissen unter anderem in den Bereichen Medikamentenkunde, Anatomie, Schmerz- und Notfallbehandlungen in einer praktischen und theoretischen Prüfung gegenüber Notärzten und Vertretern des Gesundheitsamtes unter Beweis stellen. Im praktischen Teil galt es traumatische (zum Beispiel Amputationsverletzungen, Zustand nach schweren Verkehrsunfällen) und internistische Notfallereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall, Kreislaufversagen) medizinisch korrekt abzuarbeiten.

Durch die erfolgreich abgelegte Prüfung haben die Feuerwehrbeamten nun die Befähigung Notfallmedikamente zu verabreichen und selber Behandlungen nach dem Rettungsdienstgesetz durchzuführen, die bisher nur den Notärzten vorbehalten waren. Schmerztherapien sind dann zum Beispiel vor Ort schon möglich, auch wenn kein Notarzt anwesend ist. Jedoch müssen hierfür noch entsprechende Regelungen durch den Träger des Rettungsdienstes geschaffen werden.

(ots)