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Stolberg: Die Burg wird zum Jahrmarkt

Stolberg : Die Burg wird zum Jahrmarkt

Ein Erlebnis für Jung und Alt war das Jubiläumsfest der Pfadfinder. Im Mittelpunkt stand der Jahrmarkt auf der Burg, dort hatten die Pfadfinder - der DPSG-Stamm Stolberg feierte sein 75-jähriges Bestehen - für eine fantasievolle, ideenreiche Atmosphäre gesorgt.

Ein kleine, von den einzelnen Gruppen gestaltete Budenstadt, zog sich vom unteren bis zum oberen Burghof.

Ein besonders gelungenes Angebot war die Geisterbahn. Sie sorgte für lange Warteschlangen. Denn die Münsterbuscher Rovergruppe hatte die pfadfindereigenen Burgräume in ein Horrorkabinett verwandelt.

Hau den Lukas

Doch das war noch nicht alles: Jede Ecke und jeden Winkel hatten die Pfadfinder ausgenutzt, um weitere Jahrmarktsattaktionen zu präsentieren. So konnte Schlagkraft beim Hau den Lukas demonstriert werden oder das Tastgefühl beim Sinnesspiel unter Beweis gestellt werden. Für Spaß und gute Laue sorgte unter anderem auch die Puppenbühne. Im Foyer der Burg erinnerte eine Bilderschau an 75 Jahre Pfadfinderarbeit.

In das Geschehen eingebunden waren auch die Eltern. Sie halfen in der Cafeteria aus oder brutzelten leckere Koteletts. Begonnen hatte das Fest mit einem von Pastor Hans-Rolf Funken zelebrierten Gottesdienst. In ein Spiel hatten die Wölflinge aus Oberstolberg die Georgslegende gekleidet.

Georgs Kampf gegen den als Symbol des Bösen geltenden Drachen stand dabei im Mittelpunkt: Der Heilige ist der Schutzpatron der Pfadfinder. Anschließend traf man sich zum Geburtstagsempfang auf der Galerie. Bürgermeister Hans-Josef Siebertz, Kommunal-Politiker und der DPSG-Diözesanvorsitzende Achim Köhler hielten kurze Ansprachen. Die Redner berichteten in lockerer Form von ihren eigenen Erfahrungen und versicherten, dass die Pfadfinderarbeit Kreativität, Menschlichkeit und Lebenserfahrung geprägt habe.

1150 Euro für das Krankenhaus

Ihr soziales Engagement stellten die Pfadfinder bei einer Scheckübergabe unter Beweis. 1150 Euro gingen an den am Bethlehem-Krankenhaus ansässigen Verein „Menschenskind”. Das Geld stammt aus Weihnachtsbaumverkauf und Weltladen.

Zum Abschluss war Partytime im Rittersaal angesagt. Durch das Programm führte Peter Effenberg vom Förderverein der Pfadfinder. An die aus den Pfadfindern hervorgegangene Karnevalsgesellschaft „Erste Kleine” erinnerten die Münsterbuscher Rover. Die Jugendlichen aus der Atsch präsentierten eine Modenschau, die von dem Samba-Auftritt der Oberstolberger abgeschlossen wurde. Danach war es DJ Günter, der mit heißen Rhythmen bis spät in die Nacht hinein zum Tanzen animierte.