Der vierte Spielplatz entsteht für Jung und Alt

Im Kohlbusch : Naturnah, barrierefrei und generationsübergreifend

Der Spielplatz an der Buschstraße wird im Frühjahr 2020 umgestaltet – und zwar derart, dass man ihn kaum wiedererkennen kann. Denn das Gelände wird umfangreich neu gestaltet und um mehrere moderne Spielgeräte und andere Komponenten erweitert. Davon haben sich jetzt Anwohner und Kinder überzeugt und sich bei einer Bürgerbeteiligung konstruktiv eingebracht.

Die beteiligten Ämter der Kupferstadt stellten zunächst den Plan vor, nach dem der Spielplatz ein generationsübergreifendes Spiel- und Bewegungskonzept erhalten soll.

Grundsätzlich werde das Spielplatzgelände naturnah sowie barrierefrei und für Kinderwagen ebenso gut zugänglich wie für Rollatoren und Rollstühle, und der Baumbestand bleibe vollständig erhalten. Im Eingangsbereich folgt auf eine Sitzgruppe ein Multifunktionsbereich, der zum Beispiel für Boule, Volley- oder Federball genutzt werden kann, da Vorrichtungen geplant sind, dort ein Netz oder eine „Slackline“ zu spannen. Daran schließt sich ein Tischkicker und eine offen gehaltene Schutzhütte an. Rutsche und Klettergerüst bleiben an alter Stelle erhalten, die beiden Federwippen werden versetzt.

Lieber normale Schaukeln

Der Sandkasten wird erheblich vergrößert und erhält einen Sandbagger sowie einen mit Rollstuhl unterfahrbaren Sandspieltisch. Eine Hangrutsche und eine Kugelbahn werten diesen Bereich ebenfalls auf. Die gegenüberliegende Seite lädt mit zwei Wellenliegen zum Ruhen und Verweilen ein. Dort soll zudem eine Hängematte installiert werden, die ähnlich wie eine Nestschaukel genutzt werden kann. Und die Stadt schlug vor, eine große Tampenschaukel zu montieren, auf der mehrere Personen – auch Senioren und Menschen mit Handicap – Platz finden. Am Ende des Spielplatzes soll mittels Pflanzen ein kleines Labyrinth entstehen.

Die von der Stadt vorgestellte Planung ließ bei der Bürgerbeteiligung manche Kinderaugen leuchten und erntete viel Lob seitens der Erwachsenen. Lediglich die Tampenschaukel stieß auf Kritik: Kinder und Eltern wünschten sich stattdessen klassische Schaukeln mit Auf- und Ab-Bewegung. „Wir ändern jetzt dementsprechend die Planung hin zu einer Doppelschaukel, von der ein Teil mit Kleinkindersitz ausgestattet ist“, sagt der für städtische Spielplätze zuständige Jugendpfleger Michael Bosseler.

Beleuchtung gewünscht

Weitere Anregungen bezogen sich etwa auf die Sandkasteneinfassung, die die Eltern sich flacher oder gummiert wünschten. Abends soll punktuelle Beleuchtung das Sicherheitsempfinden gewährleisten, und wenn der Spielplatz künftig wesentlich attraktiver werde, solle in der Nähe mehr Parkraum an der Buschstraße entstehen, meinten die Anwohner. „Wir nehmen all die Ideen und Wünsche nicht nur mit, sondern lassen diese Anregungen, soweit es möglich ist, in die weitere Planung einfließen“, sagte Bosseler.