KG Mönsterböscher Jonge: Der Samstagsumzug in Münsterbusch soll bestehen bleiben

KG Mönsterböscher Jonge : Der Samstagsumzug in Münsterbusch soll bestehen bleiben

Immer wieder Lob, aber auch Kritik vernimmt die KG Mönsterböscher Jonge im Anschluss an ihren närrischen Umzug am Karnevalssamstag. „Der Zug ist zu klein“ oder „Am Veilchendienstag war alles besser“, sind exemplarische Aussagen, die verdeutlichen, dass der Karnevalszug in Münsterbusch schwächelt.

Diesbezüglich wollte die KG Mönsterböscher Jonge jetzt in die Offensive gehen und hat unter dem Motto „Münsterbusch, lass uns reden“ in die IG-Stube des Jugendheims eingeladen.

Mit Erfolg: Rund 25 Teilnehmer tauschten sich aus und diskutierten konstruktiv, wie der Zug aufgewertet werden könne. „Wir werden alles daran setzen, unseren Zug am Leben zu halten. Eine Pause wäre denkbar schlecht, denn sie könnte fatale Folgen haben“, sagte Sven Riehn. Der Präsident der Mönsterböscher Jonge erklärte, dass die einstige Entscheidung, den Zug nicht mehr Veilchendienstag, sondern am Karnevalssamstag durch Münsterbusch rollen zu lassen, grundsätzlich richtig gewesen sei: „Potenzielle Zugteilnehmer und Zuschauer müssen überwiegend am Veilchendienstag wieder arbeiten und zur Schule gehen.“

Auch Musikgruppen stünden am Veilchendienstag kaum zur Verfügung. Vereinsintern herrsche der Tenor vor, dass eine Rückkehr des Zuges zum Veilchendienstag bestehende Probleme lediglich auf einen anderen Tag verlagern oder sogar noch vergrößern würde. Es gelte, die Teilnahme am Karnevalssamstagszug in Münsterbusch stärker zu bewerben. Allerdings habe die KG bereits vor drei Jahren versucht, Kindertagesstätten und Schulen die Teilnahme schmackhaft zu machen, indem die Mönsterböscher Jonge etwaigen Gruppen einen geschenkten Bollerwagen in Aussicht gestellt hatten – ohne Resonanz.

Aus der Versammlung in der IG-Stube kam der Vorschlag, die Zugteilnahme für Gruppen noch attraktiver zu machen. Zwar ist die Teilnahme für Gruppen aller Art ohnehin bereits kostenlos, da die Münsterbuscher KG sämtliche Gebühren übernimmt, aber es könnte ein weiterer Anreiz geschaffen werden: Zum Beispiel könnten die bei der von der KG durchgeführten Haussammlung eingenommenen Spenden zum Teil dafür verwendet werden, Wurfmaterial anzuschaffen, das wiederum kostenlos an teilnehmende Zuggruppen ausgegeben werden könnte.

Als ein Problem des Karnevalssamstagszugs in Münsterbusch wurde die „Konkurrenz“ in Form anderer Samstagszüge angesehen. Dahingehend äußerten einige Anwesende Unverständnis über manche dem Stolberger Karnevalskomitee angehörende Gesellschaften, die nicht bei dem Münsterbuscher Zug der Komitee-Gesellschaft Mönsterböscher Jonge mitgehen, sondern es vorziehen, am Samstagszug in Werth teilzunehmen, obwohl die KG Adler Werth nicht dem Stolberger Komitee angehört. Folglich kam der Wunsch auf, das Komitee möge seine Mitglieds-Gesellschaften mehr in die Pflicht nehmen.

(dim)
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