Der KV Nordrhein liegen bisher keine Beschwerden von Patienten vor

Notfallpraxis: „Die Versorgung der Patienten läuft reibungslos“

Seit mittlerweile sechs Wochen gilt die Neuregelung in Sachen Notfallpraxis. Seitdem werden Erwachsene im Eschweiler St.-Antonius-Hospital behandelt und Kinder im entsprechenden Pendant am Bethlehem-Gesundheitszentrum. Wie sind die ersten Wochen gelaufen? Und was muss in Zukunft noch verbessert werden?

„Aufgrund der erst wenige Wochen geltenden Neuregelungen in Stolberg und Eschweiler können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine umfängliche Bewertung vornehmen. Für eine seriöse Einordnung muss ein längerer Zeitraum betrachtet werden“, erklärt Christoph Schneider, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein auf Nachfrage unserer Zeitung.

Laut Auskunft der Ansprechpartner vor Ort laufe die Versorgung der Patienten in den beiden Notdienstpraxen und auch im Fahrdienst reibungslos. Das sei nicht zuletzt dadurch der Fall, weil die Neuerungen bekanntlich auf bereits weitgehend existierenden Strukturen aufgesetzt hätten. „Beschwerden von Patienten haben uns bisher keine erreicht“, macht Schneider deutlich.

Die neue kinderärztliche Notdienstpraxis in Stolberg würde nach den vorliegenden Berichten von den Patienten gut angenommen. Bereits am Neujahrstag seien gut 50 kleine Patienten versorgt worden, teilte Schneider mit. Der Kreis der Patienten erstrecke sich auf die gesamte Region. „Die Zusammenarbeit mit dem Stolberger Krankenhaus funktioniert gut“, erklärte Schneider.

Glücklich über die Umstrukturierung war man in Stolberg nicht. In der Ratssitzung Mitte Dezember standen Stephan Bohnekamp, Geschäftsführer für den Bereitschaftsdienst bei der KV Nordrhein, sowie Pressesprecher Dr. Heiko Schmitz Bürgern und der Politik Rede und Antwort. Zufrieden zeigten sich die Anwesenden mit dem Austausch allerdings nicht.

Die Politik machte damals deutlich, dass sie von der Entscheidung der KV nicht allzu viel hält. Der Stadtrat befürwortete einstimmig eine Resolution, die den beiden Vertretern der KV an diesem Abend überreicht wurde. Genutzt hat es allerdings nicht. Die Neuregelung trat zum 1. Januar in Kraft.

(se)
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