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17 Höhenmeter gilt es zu überwinden: Der Bau der neuer Kita in der Spinnereistraße hat es in sich

17 Höhenmeter gilt es zu überwinden : Der Bau der neuer Kita in der Spinnereistraße hat es in sich

Eine neue Kita soll entstehen und zwar in der Spinnereistraße. Das ist nichts Neues. Allerdings wurde nun das bauliche Gestaltungskonzept im Kinder- und Jugendausschuss (KJA) vorgestellt und das hat es in sich.

Schließlich ist der Bau dieser Einrichtung nicht mit anderen Gebäuden seiner Art vergleichbar. Auf dem gesamten Gelände müssen nämlich knapp 17 Meter Höhenunterschied überbrückt werden. „Das ist ein schwieriges Thema“, erklärte auch Architekt Albert Frey, der die Entwürfe präsentierte. Wie dieses Problem letztlich gelöst werden kann? Dazu später mehr.

Um den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zu erfüllen, ist der Bau einer neuen Kita nötig. Dieser soll in der Spinnereistraße – also im Dreieck der Stadtteile Unterstolberg, Münsterbusch und Atsch entstehen. Damit in diesem Gebiet eine besonders hohe und wohnortnahe Versorgungsfunktion für Familien erreicht werden kann. Entstehen soll dort eine Kita mit vier Gruppen und insgesamt 75 Plätzen für Kinder zwischen null und sechs Jahren. Bis zum Kita-Jahr 2020/2021 soll die Einrichtung fertig sein.

Das Gestaltungskonzept stellte Albert Frey, Arichtekt des beauftragten Aachener Architekturbüros Frey nun dem Ausschuss vor. Der Höhenunterschied auf dem Grundstück, der 17 Meter beträgt, habe großen Einfluss auf den Entwurf des Gebäudes gehabt, führte Frey aus. Entschieden habe man sich für einen eingeschossigen Bau. Doch auch in diesem müssen Höhenunterschiede von bis zu sechs Metern überbrückt werden. Dafür sorgen Treppen und Rampen oder Aufzüge, damit das Gebäude und auch der Weg zum Außengelände barrierefrei sind. Auf dem Außengelände kann allerdings nicht jeder Platz auch barrierefrei erreicht werden. Ein Aspekt, über den die Mitglieder des Ausschusses angeregt diskutierten.

Und wie sieht das Innere des Gebäudes aus? In der Mitte soll es eine Spielstraße geben, über die die einzelnen Räume miteinander verbunden werden. Vier Gruppenräume mit Ruheräumen und Nasszellen sollen entstehen. Sanitäranlagen, Büros und Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter sowie Abstellräume sind ebenfalls geplant. Im Eingangsbereich soll es zudem einen Kinderwagenabstellplatz geben. Dieser befindet sich ebenfalls im Inneren des Gebäudes. Erreichbar ist der Eingangsbereich übrigens über eine Rampe. Ein Grund dafür: Durch das Grundstück führt eine Ferngasleitung, die sich im Boden befindet. Die Rampe soll darüber führen. Das Dach des Gebäudes soll übrigens einem Flugzeugflügel ähneln. Erschlossen wird die Einrichtung von der Spinnereistraße aus.

Und wie sehen die Planungen für den Außenbereich aus? Das gesamte Gelände soll terrassiert werden. Die Topografie soll in die Spielflächen eingebunden werden, so dass ein naturnahes Spiel ermöglicht wird. Schaukeln, eine Menge Rutschen und Kletterfelsen sollen dazu beitragen.

(se)