Stolberg: Der Aufstieg in die Verbandsliga ist perfekt

Stolberg : Der Aufstieg in die Verbandsliga ist perfekt

Alles war angerichtet im Glashütter Weiher. Eine tolle Kulisse und eine phantastische Stimmung bildeten den würdigen Rahmen für die lang herbeigesehnte Handballparty des Stolberger SV fünf Spieltage vor Saisonende. Die Hausherren wollten von Beginn an keine Zweifel daran aufkommen lassen, dass die 1. Herren-Mannschaft das große Ziel, in die Verbandsliga aufzusteigen, an diesem Abend auch erreichen wollte.

Selten hatten die Zuschauer das Team sich so konzentriert und fokussiert aufwärmen sehen. Dem angedachten Drehbuch, das in einem Aufstieg enden sollte, folgte vor allem der Gast dann auch unaufgefordert. Dem Aufstiegswillen der Stolberger hatte der Tabellenvorletzte aus Dünnwald nichts entgegen zu setzen. Das Gast-Team lag nach 14 Minuten bereits unaufholbar zurück, Stolberg führte mit 12:0. Über 17:1 schraubte der entfesselte Tabellenführer das Ergebnis auf 23:5 zur Pause hoch.

Der Gegner aus Dünnwald war völlig ohne Chance gegen den Gastgeber des Stolberger SV. Foto: Stephan Böhmer

Völlig konsterniert

Der Gast wirkte über lange Phasen der ersten Halbzeit völlig konsterniert, zumal die fünf Gegentore eher noch geschmeichelt waren. „Meine Jungs haben in den ersten 20 Minuten hoch konzentriert gespielt. Das war attraktiver, schneller und präziser Handball aus einer ballgewinnorientierten Abwehr“, so SSV-Trainer Bernd Schellenbach über die erste Halbzeit.

Schon in der Halbzeitpause bemerkte man in der Kabine die Erleichterung und die Freude, so dass die Konzentration der Stolberger im zweiten Durchgang deutlich nachließ und man den Gast mit einem noch einigermaßen erträglichen Ergebnis auf die Heimreise schickte.

Viele Wechsel, eine gelöste Stimmung und auch die Kurzeinsätze der Langzeitverletzten Florian Sauer und Tim Heister (bei Siebenmeter) sorgten für zusätzliche Emotionen.

Blick auf die Uhr

Am Ende schauten die Zuschauer und Spieler unter lautstarken Gesängen nur noch auf die Uhr, so dass das Spiel fast zur Nebensache geriet.

Nach dem Schlusspfiff und dem Endergebnis von 36:16 Toren war der Jubel unter den Stolbergern natürlich groß, denn man hatte das Ziel nach 30 Monaten intensiver und kontinuierlicher Arbeit erreicht.

„Wenn es sich eine Mannschaft verdient hat aufzusteigen, dann diese Truppe. Sie spielt nicht nur einen herausragenden Ball, sondern sie hat sich auch zu einer verschworenen Gruppe entwickelt, die mit neun Feldspielern durch die Saison gegangen ist und gegen alle Verfolger dominiert hat. Ich bin ihr größter Fan“, beschreibt Schellenbach seine Gefühlslage.

Noch fünf Spiele

Natürlich sind noch fünf Spiele zu absolvieren, die man auch weiterhin mit der richtigen Einstellung angehen will, um Platz 1 zu verteidigen. Doch muss der SSV bei der nächsten Partie beim PSV Köln (14. April, 19:30 Uhr) auf Kai Frauenrath verzichten, der eine leichte Handverletzung erlitt.

Nach dem Abpfiff dauerte es sehr lange, bis Spieler und Fans den Weg nach Hause fanden, doch das hatte sich die immer größer werdende Handballfamilie auch verdient.

Mehr von Aachener Zeitung