Stolberg: Der „Alte Fritz” und der „junge Ferdi” sind wieder auf der Burg

Stolberg: Der „Alte Fritz” und der „junge Ferdi” sind wieder auf der Burg

Für den einen sind es „alte Schinken”, für Monika Lück kommt ihr Fund einem Schatz gleich. Die „Burgprinzessin” hat im Kulturzentrum großformatige Ölgemälde der Stadt entdeckt. An einigen Stellen sind Ölfarbe abgeplatzt und Leinwand beschädigt, aber das tut der Schönheit der Kunstwerke keinen Abbruch.

Die 50-Jährige renoviert gerade die Burg und fragte sich, was wohl mit den Bildern passiert sei. „Ölgemälde und Ritterrüstungen gibt es doch in fast in jeder Burg. Warum bei uns nicht?”, fragte sie bei der Stadt nach. Tatsächlich existieren Gemälde.

In einem Abstellraum wurde sie fündig. Sie fackelte nicht lange und schaffte die Ölgemälde mit Genehmigung der Stadt am Donnerstag in die Burg, „denn da gehören sie hin, dort kann man sie auch sehen”, sagt Lück. Sicher sei, dass die aus dem Atelier von Carl Wagner stammen, der sie Anfang des 20. Jahrhunderts im Auftrag des Indus­triellen Emil Schleicher malte. Sie sind ein Geschenk Schleichers an seine Vaterstadt.

„Der Herr auf dem rechten Gemälde könnte der Alte Fritz sein. Eines weiß ich aber sicher: Das andere Bild zeigt nicht den jungen Ferdi”, scherzt Monika Lück mit Blick auf Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, der - wie der Porträtiere - als stattliche Erscheinung zu bezeichnen ist. „Vielleicht befinden sich irgendwo auf einem Dachboden weitere Gemälde, Sessel, Spiegel oder Mobiliar der Burg.”

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