Stolberg-Zweifall: Das Gute wächst vor der Tür

Stolberg-Zweifall: Das Gute wächst vor der Tür

Allein mit dem Geruchssinn ist der Unterschied nur schwer auszumachen: Als das Blatt zwischen den Fingern zerrieben wird, steigt ein intensiver Knoblauchduft in die Nase. „Bärlauch hat alle Vorzüge des Knoblauchs, aber man riecht nach dem Genuss nicht danach”, erklärt Gabi Jansen den 32 Teilnehmern der Frühjahrs-Kräuterwanderung, die die Stolberg-Touristik an diesem Tag anbietet.

Bei der Wanderung mit Bilderbuchwetter rund ums Zweifaller Kloster ist der Blick gerichtet auf das, was zu Unrecht als „Unkraut” im Garten ausgezupft wird. Es sind diese oftmals doch recht unscheinbaren Pflanzen, die von hohem Nutzen für uns sind und die, davon ist Gabi Jansen überzeugt, unbedingt in die Küche gehören.

„Wildkräuter werten unser Essen nicht nur geschmacklich auf, sondern sind vor allem gesund. Die Kräuter in den Supermärkten werden einzig und allein unter dem Aspekt des schnellen Wachstums gezüchtet. Um das zu erreichen, muss natürlich Dünger eingesetzt werden. So werden wir mit noch mehr Chemie belastet”, berichtet Jansen, die aufgrund ihres großen Wissens auf dem Gebiet der (Wild-) Pflanzen liebevoll „Kräuterhexe” genannt wird. Die Wildkräuter, die man im Garten und in der Umgebung findet, können hingegen in aller Ruhe wachsen und damit auch wichtige Nährstoffe wie das Vitamin C bilden.

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