Stolberg-Zweifall: Das „Check In” in Zweifall macht dicht und wieder auf

Stolberg-Zweifall: Das „Check In” in Zweifall macht dicht und wieder auf

Am 29. November wird im Bistro „Check-in” in Zweifall zum vorerst letzten Mal Musik gespielt. Denn danach dreht Betreiber Gert Moll die Zapfhähne endgültig zu, zum Monatsende gibt er den Laden auf.

Nach dreieinhalb Jahren ist damit Schluss für ihn an der Jägerhausstraße. „Ich gehe wieder in meinen alten Beruf zurück”, erklärt der gelernte Koch, eine neue Stelle hat er schon.

Ganz freiwillig geht Moll allerdings nicht. Die Auflagen des Ordnungsamtes zwängen ihn zur Aufgabe, sagt er gegenüber unserer Zeitung. Schuld seien Beschwerden aus der Nachbarschaft.

Das Bistro verfügt über eine Terrasse, die beim Publikum sehr beliebt ist. Die Zweifaller Fußballer kommen gerne hierher, „aber auch ganz normale Leute aus dem Ort”, sagt Moll.

Darüber hinaus macht er ab und zu Feste, ein Sommerfest zum Beispiel, mit Zelt und DJ. „Diese Feste brauche ich für mein wirtschaftliches Überleben”, sagt Moll.

Doch es hat Beschwerden gegeben wegen der Terrasse, der Musik, der Lautstärke. Und es gibt Meinungsverschiedenheiten mit dem Ordnungsamt.

Von einem einzigen Nachbarn, der sich beschwert, spricht Moll. Hans Maassen vom Ordnungsamt hat dagegen mehrere Beschwerden aus der Umgebung ausgemacht, „nicht nur aus der direkten Nachbarschaft”.

Die Auflagen, die sich daraus ergeben, sind ganz normale, wie sie für alle Lokale dieser Art gelten, das weiß auch Gert Moll. So kann er an Abenden, denen ein Werktag folgt, seine Terrasse bis 22 Uhr öffnen; freitags, samstags und vor Feiertagen darf er dort bis 23 Uhr Gäste bewirten. Dennoch: „Unter den Voraussetzungen kann ich das Bistro nicht wirtschaftlich betreiben.”

Das „Check In” wird aber nicht für immer schließen. Es gibt bereits einen neuen Pächter, die Wiedereröffnung ist für den 5. Dezember geplant.

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