Stolberg: Das Bischofswappen kommt aus Stolberg

Stolberg: Das Bischofswappen kommt aus Stolberg

Heute in der Frühe wird sie im Aachener Dom am Stuhl des neuen Bischofs Helmut Dieser montiert: Die 1,45 mal 2,20 Meter große Stahlplatte mit dem Wappen der Exzellenz ist in Stolberg entstanden. Genauer gesagt in der Hammmühle in der Werkstatt der Kunstschlosser Adi Radermacher und Lars Potente.

„Es ist für uns eine Ehre, die Arbeiten ausführen zu können“, sagt Radermacher. Eine Ehre, die den Stolbergern bereits bei der Weihe von Bischof Heinrich Mussinghoff 1995 zuteil wurde, just in dem Jahr, in dem die beiden Kunstschmiede ihren Betrieb in Atsch gründeten. Seitdem sind die Stolberger gefragte Partner des Bistums für Schlosser- und Schmiedearbeiten rund um den Dom.

Führte Mussinhoff das Motto „parate viam domini“ (Bereitet den Weg des Herrn) mit den griechischen Buchstaben Chi und Rho sowie Weg, Stern und Rose in dem etwas länglich ausgeführten Wappen, so arbeiten Radermacher und Potente nun an einem 50 mal 50 Zentimeter großen und erhaben ausgeführten Metallstich.

Helmut Dieser führt unter dem flachen (grünen) Bischofshut mit je sechs herabhängenden Quasten auf dem (schwarz-gelben) Aachener Kreuz eine große Friedenstaube im Wappen, die neben dem Fluss und dem Kreuz bereits sein Wappen als Weihbischof von Trier zierte. Der 54-Jährige hält in Aachen an seinem Wahlspruch fest: „Pax Dei omnem sensum exsuperat — Der Friede Gottes übersteigt alles Verstehen“.

Während Adi Radermacher letzte Hand am neuen Bischofswappen anlegt, richtet sich der Blick bereits nach vorne: Am Wochenende des 3. und 4. Dezember findet in und vor dem Stolberger Rathaus die traditionelle Schmiedeweihnacht statt mit zahlreichen internationalen Handwerkern.