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Stolberg: Burghof: Alles lag sich in den Armen

Stolberg : Burghof: Alles lag sich in den Armen

Die größte spontane Open-Air-Silvesterparty fand auf der Burg statt. Dort feierten rund 350 Menschen ausgelassen auf dem oberen Burghof.

Begonnen hatte die Party eine halbe Stunde vor Mitternacht. Nach und nach trudelte man gruppen- oder paarweise ein, packte gut gelaunt Gläser und Getränke aus und brachte Kracher und Feuerwerk in Startposition.

Je näher der Zeiger der magischen Zwölf-Uhr-Marke rückte, desto mehr füllte sich der Platz mit erwartungsvollen Menschen. Begehrte Abstellflächen für die explosiven oder alkoholischen Mitbringsel waren die Mauern um den Burgbrunnen und am Faches-Thumesnil-Platz.

In die Feier einbezogen waren auch nicht anwesende Freunde und Verwandte. Massenweise wurden per Handy Grüße verschickt oder Anrufe entgegen genommen. Richtig spannend wurde es, als die letzten Minuten und Sekunden des alten Jahres verrannen. Um genügend Zeit für Umarmungen und Küsse zu haben, waren viele Sektflaschen schon vorsorglich entkorkt worden.

Das Erklingen der Kirchenglocken war das Startsignal für ein farbenprächtiges und lautes Spektakel. Mit fürchterlichem Zischen stiegen Raketen in den sternenklaren Himmel, und Knallkörper explodierten mit ohrenbetäubendem Lärm. Jeder umarmte jeden und man wünschte sich von Herzen ein gutes 2004.

Egal ob Bekannter, Freund, Ehepartner oder Verwandter: Jeder Anwesende bekam einen frohen Gruß ab oder eine herzliche Umarmung. Bereits eine halbe Stunde nach Mitternacht war der Spuk wieder vorüber. Flaschen wurden eingepackt, und die Rucksäcke zugeschnürt.

Gut gelaunt und um ein tolles Erlebnis reicher verließen die Menschen das Burggelände. Weiter gefeiert wurde in den Altstadtkneipen oder zu Hause.

Nur wenige Einsätze

Silvester draußen zu feiern war auch deshalb schön, weil die Temperaturen dies zuließen. Auch auf „Bonnis Wiese” auf dem Hammerberg und am Goethe Gymnasium auf der Liester trafen sich viele Menschen.

Die Feuerwehr sprach von einem eher ruhigen Jahreswechsel, es habe nur einen kleinen Küchenbrand gegeben. Und die Polizei verzeichnete ebenfalls „für Stolberg nichts Herausragendes, nur Einsätze wegen ruhestörendem Lärm”.