Stolberg: Buntes Musikprogramm bei „Stolberg goes France”

Stolberg: Buntes Musikprogramm bei „Stolberg goes France”

Langsam rückt es näher, das Festival „Stolberg goes France” am letzten Maiwochenende. Zu dem Programm gehören unter anderem allerlei Konzerte verschiedener Musikrichtungen auf über vier Bühnen in der Stolberger Altstadt: Ob Klassik, Chanson, Folklore, Jazz oder Swing - für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Die Chansonsängerin Raphaelle Mellet zaubert mit ihrer zarten und bewegenden Stimme die ganze große Welt der Gefühle auf die Bühne und versetzt jeden Zuhörer mitten hinein in die Seele ihres Mutterlandes Frankreich. Piaf, Brel, Brassens, Gainsbourg oder Greco zerschmelzen ihr auf der Zunge und laden ein zum Träumen, Verweilen und Reisen durch vielfältige Landschaft des Chansons. Mal gibt Mellet dabei die „femme fatale”, mal das Mauerblümchen. Gestik und Mimik gehen mit der wunderbaren Stimme eine erstaunliche Fusion ein. „Die Landschaft in den verwunschenen Gässchen Stolbergs zum Schwingen zu bringen, darauf freue ich mich schon”, sagte Mellet im Vorfeld.

Mit der Band Karpatt ist für eine echte „Fete Francaise” im Rittersaal gesorgt. Vier Mann, zwei Gitarren, ein Kontrabass und Perkussion: die Pariser Musiker verstehen es, trotz kleiner Besetzung große Stimmung auf ihren Konzerten zu verbreiten. Die instrumentale Grundpalette wird von Fred, Hervd und Gaetan je nach Lied erweitert. Auch rhythmisch lässt sich Karpatt in keine Ecke stellen: etwas Jazz, Walzer, Java und eine gehörige Prise Swing sorgen für die ansteckende Energie der Chansons. Mit seinen humor- und gefühlvollen Texten lädt der Liedermacher Fred ein in eine Welt, in der liebenswerte Figuren leben, leiden und lachen.

Renaud Marquard kam vor 18 Jahren nach Aachen und hat sich im Dreiländereck sowie in Frankreich durch zahlreiche Konzerte und bisher zwei Alben als „French Songwriter” einen Namen gemacht. In Stolberg ist Marquart (Gesang, Gitarre) mit seiner Band zu Gast: Nina Leonards, (Geige, Vocals) Martin Rohdich (E- und akustische Gitarren), Thomas Berndt (Keyboards), Sebastian Naas (Bass), und Yann Le Roux (Drums und Percussions).

„Französische Impressionen” heißt das französische Klavierkonzert der jungen Pianistin Marika Asatiani. Sie hat nicht nur eine Vorliebe für die polyphone Meisterschaft deutscher Komponisten, sondern auch für die Musik des Stadtfest-Partnerlandes Frankreich.

Im Mittelpunkt ihres Auftritts stehen Teile der „Préludes”, ein spirituelles Werk des französischen Komponisten Olivier Messiaen. Umrahmt wird dieses Werk von Kompositionen Franz Schuberts und des zeitgenössischen georgischen Tonkünstlers Schugliaschvili.

SylnDan sind Singer/Songwriter deluxe. Mitreißend und pur ist die Musik der Band um das Frontpaar Sylvia Noel und Daniel Wiegand. Balladen werden getragen von indischen Tabla, akustischer Gitarre und Querflöte. Und im nächsten Moment verführt der Bass im Groove mit Congas, Bongos und Drums die Füße zum wilden Tanz. Musik-Genres werden verflochten und die französische, englische oder deutsche Sprache erschaffen Klanglandschaften, die den Songs ihre einmalige Atmosphäre verleihen.

Der Gitarren-Virtuose Haensche Weiss ist mit seinem neuen Ensemble zu Gast. Durch die Verwandtschaft mit der Sippe von Django Reinhardt ist er dessen Musik und der Musik des „Hotclub de France” seit frühester Kindheit verbunden. Zum 100. Geburtstag von Reinhard hat Weiss nun ein passendes Musikprogramm zusammengestellt.

Das beliebte Musical-Sängerpaar John und Kaybee Cashmore präsentiert Stücke und Melodien aus dem französischen Musical „Les Misrables”. Hierbei zeigen sie nicht nur ihr Gesangsvermögen, sondern auch ihre Wandlungsfähigkeit, wenn sie in verschiedene Rollen schlüpfen.

Noch mehr Musik

Diese Beiträge sind nur ein Auszug aus dem breiten Programm, zu dem auch viele Musiker aus Stolbergs Partnerstädten beitragen. Weitere Musiker: die Avant-Garde Hubervillaise aus Valognes, die Folkloretanzgruppe Le Pays de Valognes, die Crack Field Stompers vom Ritzefeld-Gymnasium, die Big Bandit„s, Clarisse Poschen, Alice Schweinoch und Band sowie weitere Orchester und Tanzgruppen aus den Partnerstädten.