Stolberg-Büsbach: Büsbacher Sänger tragen F-Dur-Messe von Rheinberger vor

Stolberg-Büsbach: Büsbacher Sänger tragen F-Dur-Messe von Rheinberger vor

Erstaunlich gut aufgestellt war der Büsbacher Männergesangverein bei seiner traditionellen Mittfastenmesse in der Pfarrkirche St. Hubertus. Er widerlegte mit der Darbietung der Messe in F-Dur Opus 190 für vierstimmigen Männerchor von Josef Gabriel Rheinberger die landläufige Meinung, dass der Männerchor eine aussterbende Gattung sei.

Reifer Meisterstil

Die Vertonung schrieb der spätromantische Komponist 1898, drei Jahre vor seinem Tod. Sie gilt als eine der eigentümlichsten Schöpfungen Rheinbergers und lässt einen reifen Meisterstil erkennen. Rheinberger, der die Satztechnik völlig beherrschte, erzielte hier mit einfachsten kompositorischen Mitteln schönste Wirkung.

Der in allen Stimmgruppen ausgeglichen besetzte Chor folgte gerne den Anweisungen seines Chorleiters und interpretierte „Kyrie“, „Credo“, „Sanctus“, „Benedictus“ und „Agnus Dei“ bemerkenswert gut.

Technisch sicher

Auch an den leisen Stellen vermochten die knapp 30 stimmgewaltigen Herren einen schönen Klang zu entwickeln. Josef Otten war sichtlich zufrieden mit seinen Sängern, die die meisterliche Tonsprache des Kirchenmusikers technisch sicher darboten.

Zum Gelingen trug auch Franz Körfer bei, der sich jederzeit als einfühlsamer Begleiter an der Orgel erwies.

Mit dem fantasievollen Intermezzo aus der a-Moll-Sonate des gleichen Komponisten bereicherte der Organist den Vormittag und zog damit nicht nur den Chor in seinen Bann.

Das letzte Stück gehörte Willi Giesen und dem Graduale „Er wird herrschen“. Kraftvoll und erhaben im Klang ließ der Männerchor keinen Zuhörer unberührt.

(mlo)
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