1. Lokales
  2. Stolberg

Wohnungen gemietet: Bürgermeister will Flüchtlinge dezentralisieren

Wohnungen gemietet : Bürgermeister will Flüchtlinge dezentralisieren

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat der Stadtrat den Bürgermeister ermächtigt, weitere Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen anzumieten. Patrick Haas beabsichtigt, Menschen aus den Unterkünften durch dezentrale Unterbringung in Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft zu separieren.

Zunächst bis Ende März 2021 und für acht Wohnungen gilt die Ermächtigung. Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl eintreffender Flüchtlinge hatte Ende 2017 der Stadtrat eine Kooperationsvereinbarung mit der WoGe unterzeichnet, die der Stadt die Anmietung von bis zu 25 Wohnungen – entsprechend der Vorschriften der Sozialgesetzgebung – zur Unterbringung ermöglicht.

Gleichzeitig war der Bürgermeister befristet bis Ende 2018 ermächtigt worden, innerhalb dieses Kontingents in eigener Verantwortung Mietverträge abzuschließen. Das damals genehmigte Kontingent wurde nicht ausgeschöpft. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurden 17 der möglichen 25 Wohnungen angemietet, „da diese Anzahl für die Zuweisungen von Flüchtlingen ausreichte“, berichtete Haas. Nun sollen mit Blick auf Corona weitere Mietverträge folgen, um den Personenkreis weiter zu dezentralisieren.

Dabei nehmen Verwaltung und Stadtrat zusätzlich ein Zukunftsprojekt ins Visier, für das die Planungen angelaufen sind: „Auch im Hinblick auf die bevorstehenden Baumaßnahmen in der Unterkunft Kelmesberg dient diese Maßnahme der notwendigen Verringerung der Bewohneranzahl für den Zeitraum der Bauarbeiten“, so der Verwaltungschef weiter. 

(-jül-)