Bürgermeister Patrick Haas tritt seinen Dienst im Rathaus Stolberg an

Erste Gespräche und Termine : Zwei Unterschriften auf dem Weg zum Bürgermeister

Er hat die Wahl angenommen: Patrick Haas unterzeichnet am Mittwoch die Erklärung und ist damit offiziell Bürgermeister von Stolberg.

Seit 9.45 Uhr ist der Gymnasiallehrer Patrick Haas (SPD) kein Beamter des Landes mehr, sondern ein kommunaler Wahlbeamter. Am Mittwoch unterzeichnete er die Papiere. die ihm Hauptamtsleiter Walter Wahlen dazu reichte: die Feststellung des Wahlergebnisses durch den Wahlausschuss vom Vorabend und die Annahmeerklärung seiner Wahl.

Zudem erhielt Haas eine mit Stadtwappen versehene Bescheinigung über die rund sechseinhalb Jahre währende Amtsperiode – bis zur nächsten Kommunalwahl nach der nächsten Stadtratswahl. Letztere ist im kommenden Jahr, die nächste Kommunal- mit Bürgermeisterwahl ist für 2025 vorgesehen.

Am Dienstagabend hatte der Wahlausschuss zügig und problemlos innerhalb von zehn Minuten alle erforderlichen Formalitäten erledigt und das vorläufige amtliche Endergebnis bestätigt: Von den abgegebenen gültigen Stimmen 19.355, entfielen auf: Andreas Dovern (CDU) 8.019 Stimmen und Patrick Haas (SPD) 11.336 Stimmen.

„Die von der Verwaltung vorgeprüften Wahlniederschriften gaben keinen Anlass zu Bedenken, und rechnerische Unrichtigkeiten wurden bei der Vorprüfung nicht festgestellt“, verkündete Wahlleiter Robert Voigtsberger bei einer seiner letzten offiziellen Amtshandlungen für die Kupferstadt vor seinem Antritt als Dezernent in Köln zum 1. Juli.

Auch wenn es am Mittwoch erst offiziell wurde und im Stadtrat am 9. Juli die Verpflichtung folgt, hat Patrick Haas de facto seine Aufgabe als neuer Bürgermeister bereits am Montag in alle Frühe angetreten. Erst einmal, um die vielen kleinen Dinge und Formalitäten zu erledigen, um sich dann immer weiter in die Amtsgeschäfte einzuarbeiten.

Bereits ab Donnerstag rechnet Haas damit, als Bürgermeister im Stab für außergewöhnliche Ereignisse bei einer möglichen Unterbringung von „Fridays for Future“-Demonstranten gefordert zu werden. Deshalb verzichtet er auch auf den lange terminierten Besuch einer Stolberger Delegation in der Partnerstadt Valognes.

Zudem stehen erste Gespräche zum Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit der Koalitionspartner CDU und SPD auf der Tagesordnung. Beide Fraktionen hatten am Montag eine erste Bilanz gezogen.

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