Bruno Ehm hofft auf österreichischen Kleinkunstpreis

Bruno Ehm hofft auf österreichischen Kleinkunstpreis: Große Freude auf den „Schmähtterling“

Er ist Comedian, Musiker, Schauspieler, Zauberer und Kabarettist – und bleibt ein Stolberger Original, auch wenn Bruno Ehm seine Heimatstadt vor rund 16 Jahren verlassen hat und heute im Raum Hannover lebt.

Längere Zeit konnten die Stolberger das Multitalent nur im TV wiedersehen, etwa in Serien wie „Pastewka“ und die „Anrheiner“ oder auch als Lockvogel bei „Verstehen Sie Spaß“. Doch dann kehrte der „verlorene Sohn“ zurück und begeisterte bei Gastspielen in Stolberg Jung und Alt mit seinen vielfältigen Unterhaltungstalenten. Jetzt bewirbt er sich um den renommierten österreichischen Kleinkunstpreis „Schmähtterling“.

Ehm hat Bühnenprogramme für Erwachsene wie Kinder in Petto, geht in der Karnevalssession in die Bütt, verzaubert in der Adventszeit sein Publikum mit seinem Weihnachtsprogramm wie bald im Ruhrgebiet. Der gebürtige Stolberger produziert Musikalben für Kinder mit selbst geschriebenen Songs, sein neustes Musikprojekt ist eine CD mit Stimmungsliedern für Erwachsene. In seinen Soloprogrammen für die Bühne verbindet Bruno Ehm gekonnt Zauberei mit Elementen von Comedy, Varieté und Kabarett. Im Sommer war er damit drei Monate an der Ostsee auf Tour, und im November präsentiert er sein neues Programm „Jedem Kopf sein Kino“.

Zuvor wird er allerdings einen Abstecher nach Österreich machen, denn der Stolberger Unterhaltungskünstler ist als einziger Deutscher für den renommierten österreichischen Kleinkunstpreis „Schmähtterling“ nominiert. Am kommenden Samstag, 27. Oktober, wird Ehm im Stadttheater Bruck an der Leitha nahe Wien beim Finale des Wettbewerbs auf der Bühne stehen. „Ich zeige unter anderem ein mentales Comedy-Kunststück, lasse Rosen für eine Zuschauerin erscheinen und baue auch Teile meines neuen Programms ein“, kündigt Ehm an. Wie er seine Chancen unter den sechs Finalisten auf den Kleinkunstpreis „Schmähtterling“ einschätzen soll, weiß er selbst nicht so recht. „Dass meine Programmpunkte in Deutschland gut ankommen, weiß ich dank des vielen positiven Feedbacks meines Publikums. Aber mit österreichischen Zuschauern habe ich noch keine Erfahrungen gemacht und weiß noch nicht, wie sie ticken.“ Daher werde er sich von seinem ersten Auftritt in Österreich einfach überraschen lassen, wobei Ehms Improvisationstalent, das er auch in Stolberg bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, ihm sicherlich helfen wird, auch das österreichische Publikum für sich einzunehmen.

Um Hochdeutsch bemüht

Im Vorfeld bedacht hat Bruno Ehm jedenfalls, dass seine Finalteilnahme beim „Schmähtterling“ nicht an der Sprachbarriere scheitern soll. „In Österreich werde ich mich bemühen, ein gepflegtes Hochdeutsch mit nur leicht rheinländischem Einfluss zu sprechen. Besser is datt“, sagt Ehm mit einem Augenzwinkern. Besagten rheinländischen Einfluss und die Verwendung von „Stolberjer Platt“ auf der Bühne darf er sich gerne aufsparen – für seine nächsten Auftritte in seiner Heimat.

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