Breinig feiert seinen 5 x 11. Rosenmontagszug

Tollitäten der Sündenböcke und Vennkatzen : Gut gelaunt dem Regen getrotzt

Wie wohl vielerorts in der Region wanderten am Rosenmontag in Breinig die zweifelnden Blicke immer wieder von der Wetter-App gen Himmel und zurück. Die bange Frage dabei lautete „Kütt de Zoch oder kütt e am Eng nit?“

Grund für diese Sorge war das Sturmtief „Bennet“, das die Karnevalisten allerorts in Atem hielt. Schließlich jedoch hieß es in Breinig  mit einer kleinen Verzögerung „Der Zug startet. Wir haben grünes Licht“ und der närrische Lindwurm konnte zum 5 x11. Rosenmontagszug auf die Reise geschickt werden.

Wie bei einem jecken Jubiläum üblich, hatten sich zahlreiche bunt kostümierte Fußgruppen und voll besetzte Wagen eingefunden, um dem Kaiserpaar der Sündenböcke, Monika und Jonas (Strang), auf dem Höhepunkt der Session das Geleit zu geben.

Angeführt wurde der karnevalistische Tross vom Trommler - und Pfeifenkorps Breinig, gefolgt von der wetterfest eingemummelten Tanzgruppe des JrK. Die Brassselbrüder hatten Mühe ihre schwarzen Kutten bei den Windverhältnissen unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig die Zugbesucher mit Kamelle zu versorgen.

Ein wahres Farbenfeuerwerk entfachten die Mitglieder der Gruppe  „Eisensteiner & friends”, die sich als „Hippies für die Ewigkeit“ präsentierten. Gleich mit drei Wagen und einer großen Fußgruppe beteiligten sich die Nachbarn aus Venwegen, die KV DE Vennkatzen, am Breiniger Rosenmontagsumzug.

Der Wagen der Vennkätzchen genauso wie der von Kinderprinzessin Anna I. (Schnitzler) mit ihrem Gefolge  und der des gut gelaunten Dreigestirns, Prinz Dirk I. (Adrian), Bauer Kalle (Karl-Heinz Breuer) und Jungfrau Michi (Michael Köppen), verbreiteten eine tolle Stimmung und sparten nicht mit Kamelle.

Plan B aus Mausbach heizte auf ihrem Wagen mit fetziger, kölscher  Musik den Karnevalisten am Zugrand mächtig ein. Etwas ruhiger, mit summenden kleinen und großen  Marienkäfern und Bienen, kam die Gruppe des Kindergarten Zauberwiese daher.

Bevor die KG Sündeböcke mit ihrer Fußgruppe und dem Wagen des Kaiser- und Seniorenkaiserpaares,Marianne (Köttgen) und Herbert (Siegel), den „gekrönten“ Abschluss der Zuges bildeten, zog noch die, aus dem Herzen von Stolberg stammende, KG „Teuflische Jecke“ vorbei.

Leider hatte der Wettergott kein Einsehen mit den fröhlichen Jecken und bis der „Kaiserwagen“ die am Wegesrand Feiernden erreichte, hatten sich die, bereits vorher vereinzelt fallenden Regentropfen, in ein kleines Unwetter mit Sturm und Graupel verwandelt.

So war im Anschluss an den Zug von Straßenkarneval nicht mehr viel zu spüren, denn quasi unverzüglich waren die Straßen von Menschen (in die Kneipen) leergefegt, sieht man einmal von den fließigen Helfern der Stadt Stolberg ab.