Borkenkäferholz

Stämme von Borkenkäfer befallen: Stolberger Holz auf dem Weg nach China

Ob in China aus den Stolberger Stämmen Stäbchen gefertigt werden, ist nur ein Geplänkel der Waldarbeiter. Aber zumindest „stäbchenweise“ wird das geerntete Holz am Donnerstagmorgen auf dem Parkplatz „Buche19“ nahe Schevenhütte in die Überseecontainer geladen.

Die messen zwölf Meter, die Stämme sind für den Transport sorgsam auf 11,80 Meter geschnitten. 1000 Kubikmeter treten vom Antwerpener Hafen die weite Seereise ins „Land der Mitte“ an. Das Holz stammt aus einer „Noternte“: Der Borkenkäfer hat ihm zugesetzt. „Es ist in diesem Jahr der stärkste Befall seit 1947“, sagt Stolbergs Förster Theo Preckel. Trockenheit und Hitze haben seine Vermehrung beflügelt. „Der Käfer wird so vom Sekundär- zum Primärschädling“, so Preckel weiter.

Mehr als 2000 Bäume waren von ihm im Stadtwald befallen und wurden gefällt. 4000 Kubikmeter Holz hatte der Förster auf einem ohnehin schwierigen Markt an den Mann zu bringen. Bereits im Frühjahr hatten Stürme für ein Überangebot an Holz gesorgt. 3000 Kubikmeter hat Preckel kleinteilig an regionale Sägewerke und Händler verkaufen können. Mit der Veräußerung an chinesische Aufkäufer werde der heimische Markt entlastet.

(-jül-)
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