Bluesrock-Band „Cold Shot Reloaded“ überzeugt

Von: dim
Letzte Aktualisierung:
11090661.jpg
Authentisch, gefühlvoll, rockig und stets virtuos reißt „Cold Shot Reloaded“ das begeisterte Publikum in der Altstadt mit. Foto: D. Müller

Stolberg. Diese Kupferstadt-Premiere ist eindeutig geglückt: Bei ihrem ersten Gastspiel in Stolberg überzeugte die Band „Cold Shot Reloaded“ auf ganzer Linie. In der gut besuchten Musikkneipe „Piano“ kam das Quartett bestens an, und das Fazit des gelungenen Konzertabends lautete: Ein Wiedersehen beziehungsweise Wiederhören ist unbedingt erwünscht.

Und zwar nicht nur aufseiten der zahlreichen Freunde von rockigem Blues, sondern auch von den Musikern selbst: „Wir möchten sehr gerne wieder nach Stolberg kommen und im ,Piano‘ spielen. Es ist eine tolle Blueskneipe mit fantastischem Publikum“, schwärmte Uli Hübner, Sänger der Band aus Dormagen.

Schon der Beginn des Konzertes konnte kaum wegweisender sein, denn „Cold Shot Reloaded“ begeisterte mit John Lee Hookers „Dimples“ vom ersten Takt an. Stücke wie Robert Johnsons „Me and the Devil Blues“, „Jesus left Chicago“ von „ZZ Top“ und Stevie Ray Vaughans „Pride and Joy“ sollten folgen und für beste Stimmung in der Altstadt sorgen. Leidenschaftlich wie authentisch verlieh Hübner dem Blues Stimme, während Franz Rentergent immer wieder von der souveränen Lead- zur ekstatischen Sologitarre wechselte.

Seinem instrumentalen Können stand die Rhythmussektion in Nichts nach: Bassist Bruno Rafinski und Drummer Robert Meyer glänzten virtuos wie aktiv. Voller Spielfreude waren sie permanent präsent. Bei Liedern wie „Don‘t let me be misunderstood“ der „Animals“, B. B. Kings „The Thrill is gone“ oder T-Bone Walkers „Stormy Monday“ genoss das Publikum quasi vier starke Solisten, die sich zu einem harmonischen Klanggefüge vereinten.

Die Blues-Bandbreite von „Cold Shot Reloaded“ reichte von Muddy Waters‘ „Hoochie Coochie Man“ über John Mayalls „All your Love“ bis hin zu „Call me the Breeze“ von J. J. Cale. Aus Cales Feder stammt auch „Cocaine“, das von „Cold Shot Reloaded“ als ansprechender und sehr rockiger Blues interpretiert wurde.

Stimmig streute die Band Songs wie Peter Greens „Oh well“, das den „Fleetwood-Mac“-Fans bestens bekannt ist, ein und präsentierte zur Freude der Gäste im „Piano“ mit „Whole lotta shakin‘ goin‘ on“ einen Klassiker von Jerry Lee Lewis im harten Bluesrock-Gewand.

Lange anhaltender und lautstarker Applaus des musikalisch anspruchsvollen Altstadtpublikums war der Band am Ende des Abend sicher, und verdient war er auch.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert