Beliebte Band: Blues Delivery spielt im „Piano“ auf

Beliebte Band : Blues Delivery spielt im „Piano“ auf

Die Stolberger Musikkneipe „Piano“ setzt am Samstag, 30. November, die Reihe ihrer Livekonzerte fort. Sie zählt zu den dienstältesten noch aktiven Bluesbands der Region und tourt durch die Säle: die Aachener Gruppe "Blues Delivery", die in diesem Jahr ihr 40jähriges Bühnenjubiläum begeht.

Stolberg Die Stolberger Musikkneipe „Piano“ setzt am Samstag, 30. November, die Reihe ihrer Livekonzerte mit einem Leckerbissen fort. Sie zählt zu den dienstältesten noch aktiven Bluesbands der Region und tourt unablässig durch die Clubs und Säle: die Aachener Gruppe Blues Delivery, die in diesem Jahr ihr 40jähriges Bühnenjubiläum begeht.

Wenn es von Zeit zu Zeit eine Auffrischung durch neue Mitglieder gegeben hat und wenn insgesamt der Geist jung und dynamisch geblieben ist, ist auch in diesem Alter eine hohe Qualität gewährleistet. Von Blues Delivery kann man das durchaus sagen. Seit zwei Jahren ist nun Jupp Ebert konstant der Sänger der Gruppe. Jupp, als „The Voice of Aachen“ bekannt, genießt als Frontmann einer Joe Cocker Tribute Band weit über Aachens Grenzen hinaus Anerkennung. Als Rockmusiker singt er gern und überzeugend Blues, die Musik, welche die Wurzel des Rock darstellt.

„Blues Delivery“ bietet ihm dafür die ideale Platform. Aus der Gründungszeit sind Riedel Diegel, Männi Wotruba und Werner Weber immer noch dabei. Diegel ist neben Jupp Ebert der „Star“ der Gruppe. Mit seinem atemberaubenden Mundharmonikaspiel verblüfft und begeistert er jedes Mal die Zuhörer. 1989 erlangte er den Titel eines „World Champion of Blues and Rock Harmonica.” Er gehörte einst der legendären schwäbischen Rockband Schwoißfuaß an, machte Aufnahmen mit Reinhard Mey und spielte viel mit L.S.E. (Tommy Engel & Co.) in Köln.

Wotruba ist ein vielseitiger E-Gitarrist, Sänger und Jug-Bläser (jug, ein in der Bluesfrühzeit als Bassersatz gespielter Krug). Er ist nicht nur ein Meister des Blues und Rock, sondern spielt auch Jazzrock und Funk in der Band Trademark. Werner Weber spielt seine Dobro-Gitarre akustisch im Fingerpickingstil und ist im Übrigen das Bluesgewissen der Gruppe, immer darauf verweisend, dass der Blues eigentlich die Musik der versklavten afroamerikanischen Landarbeiter in den Südstaaten der USA im frühen 20. Jahrhundert war.

Der fünfte im Bunde ist der niederländische Gitarrist Mark Beumers. Er mischt Jazzelemente und balladeske Melodik in die Musik der Deliveries, eine stimulierende Ergänzung des traditionellen Stils, an dem sich die Gruppe grundsätzlich orientiert. Das Repertoire der Gruppe reicht vom frühen Blues bis zum Rock ’n Roll.

Wie die Bluesbands der Frühzeit spielen die Deliveries ohne Schlagzeug. „Relaxed, leise und mit sehr viel Herzblut, drehen sie die Uhren des Blues zurück, da kann man erkennen, wie viel Energie diese Musik hat. Eine Bluesband ohne Schlagzeug ist ja schon ungewöhnlich, doch es fehlt nichts.“ So war 2008 nach einem Konzert von Blues Delivery auf der Burg Satzvey zu lesen. Die Voraussetzungen für einen Abend bester Bluesmusik sind also gegeben.

Blues Delivery steht für Musik auf höchstem Niveau mit extremem Unterhaltungsfaktor. Seit 40 Jahren ist die Band jetzt unterwegs – und kein bisschen müde. Man sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, sich selbst ein Bild von Blues der Extraklasse made in Aachen zu machen. Das Konzert im „Piano“ beginnt um 20.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Weitere Info findet man unter www.blues-delivery.de und www.piano-stolberg.de.

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