Bischofstraße / Lehmkaulweg

Eltern warten seit einem Jahr : Zum Schulbeginn keine Verbesserungen in Sicht

Seit einem Jahr zieht sich eine Geschichte dahin, die mit dem Schulbeginn neue Brisanz gewinnt, zumal zudem die Kanalbaustelle begonnen hat. Zu Jahresbeginn konfrontierte Helmut Hoven den heutigen Bürgermeister mit der – seit Ewigkeiten – problematischen Situation an der Ecke von Bischofstraße und Lehmkaulweg (L220).

Sie gehört zum Schulweg der Büsbacher Grundschule. Der Bürgersteig an der Ecke ist 1,20 Meter breit, eher halbherzig als stringent mit einem Gitter zur Fahrbahn der Bischofstraße gesichert, nicht jedoch zur viel befahrenen Landesstraße hin. „Ein gegenseitiges Schupsen der Kinder könnte fatale Folgen habe“, warnt Hoven. Während die Bischofstraße in einer Tempo-30-Zone liegt, gibt es weder eine Geschwindigkeitsbegrenzung noch einen Warnhinweis auf dem Lehmkaulweg. Darüber hinaus beträgt die Grünphase der Fußgängerampel zur Querung der L220 lediglich fünf Sekunden, so dass eine Gruppe von zehn Kindern den Überweg kaum schaffen könne.

Das Anliegen der Eltern floß ein in einen Antrag der SPD-Fraktion mit Datum 28. September 2018, „den Fußgängerüberweg Bischofstraße Ecke Lehmkaulweg hinsichtlich seiner Sicherheit zu überprüfen und sicherheitsfördernde Maßnahmen zu ergreifen.“ Die Antragsvorlage der Verwaltung datiert vom 5. Dezember 2018 für die Sitzung des Hauptausschusses am 22. Januar, der einstimmig die Angelegenheit zur weiteren Bearbeitung an die Stadtverwaltung verwiesen hat.

Ihr Pressesprecher Tobias Schneider berichtete, dass das Ordnungsamt die Ampelzeiten nach der Beauftragung durch den Hauptausschuss überprüft hat. Verwaltungschef Patrick Haas habe nach seinem Amtsantritt für Anfang September einen Gesprächstermin einberufen, um zu klären, inwiefernhinsichtlich der Ampelschaltung auf der gesamten Straße Veränderungen stattfinden könnten.

Der für den Lehmkaulweg zuständige Landesbetrieb Straßenbau erklärte, dass zu dieser Problematik derzeit aktuell keine Kontakte mit der Kupferstadt bestünden. „Bei den angesprochenen Punkten ist die Stadt Stolberg als Baulastträger der Gehwege an der L220 oder in Funktion der Verkehrsbehörde erst einmal selbst zuständig“, erklärte Behördensprecher Bernd Aulman auf Nachfrage. Eventuell erforderliche Beteiligungen können sich erst nach Abschluss der Prüfungen herausstellen.

Das bedeutet, dass die Stadt als untere Verkehrsbehörde – auf ihre Kosten – die Ampelzeiten neu berechnen und anordnen könnte, was dann der Landesbetrieb umzusetzen hat. Maßnahmen im Gehwegbereich fallen innernorts auch an Landesstraßen in die Zuständigkeit der Kommune, so dass sie hier freie Hand bei der Sicherung hat.

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