Stolberg: Bimmelbahn zur Burg hat ihre Freunde gefunden

Stolberg: Bimmelbahn zur Burg hat ihre Freunde gefunden

Nachdem nun auch der Weihnachtstreff am Kaiserplatz geschlossen ist, sind die Kupferstädter Weihnachtstage endgültig beendet. Die an fünf Wochenenden geöffneten Weihnachtsmärkte in Altstadt, rundum sowie in der Burg und der tägliche Weihnachtstreff warteten in diesem Jahr mit mehr Neuerungen auf denn je.

Ein Grund mehr, warum Jürgen Gerres, städtischer Chef-Planer der Weihnachtstage, ein positives Fazit zieht: „Die neuen Elemente und Veränderungen sind sehr gut angenommen worden“, sagt der Leiter der Abteilung für städtische Veranstaltungen.

Etwa die Bimmelbahn „Weihnachtsexpress“, die an vier Wochenenden zwischen Kaiserplatz, Altstadt und Burg gependelt ist. „Die Resonanz der Besucher war durchweg positiv, und der Fahrer meinte, er habe viel holländisch und französisch von den Gästen aus Belgien und den Niederlanden gelernt.“ Da die Fahrt mit der Bimmelbahn nicht nur bequem und ein uriges Erlebnis sei, sondern die Altstadt und die Burg ein Stück weit barrierefrei mache, sei es beabsichtigt, den „Weihnachtsexpress“ auch im kommenden Jahr anzubieten.

Großen Anteil am Erfolg der Neuerungen habe der Kupferstädter Kulturverein City Starlights, beschreibt Gerres: „Das neue Konzept der Fensteröffnungen am größten Adventskalender der Region mit den City Starlights hat Kinder wie Erwachsene hellauf begeistert. Der Lichterzug der Elfen an den Adventssamstagen hatte von Woche zu Woche mehr Teilnehmer, und im Burgturm konnte der Verein sich besser entfalten als in ein oder zwei Hütten, so dass die Elfenwerkstatt ein Publikumsmagnet war. Ähnlich wie die lebende Krippe, die ebenfalls von den City Starlights in Szene gesetzt wurde.“

Auch die von der Jugendwerkstatt der Stolberger Jugendberufshilfe angefertigten Verweilpunkte mit roten Holzbänken und stilisierten Weihnachtsbäumen seien von den Besuchern als schöne Details wahr- und angenommen worden. „Und auch von den Stolbergern“, erklärt Gerres, dass „die Verweilpunkte von der Jugendwerkstatt betreut wurden, aber alle die fünf Wochen ohne eine Beschädigung überstanden haben.“ Dementsprechend würden sie „eingemottet“ und im nächsten Jahr wieder aufgestellt werden. Auch die wie der Stolberger Lichterweg erweiterte Burgbeleuchtung mit Fernwirkung hin zur Europastraße habe die Kupferstädter Weihnachtstage aufgewertet.

Wiederholungswürdig sei auch der Aufbau der Bühne auf dem Kaiserplatz an einem Wochenende: „Das Rahmenprogramm am Weihnachtstreff ist von der X-Mas Party vom Stolberger ,H u. S‘ Musikmanagement und den Kupferstädter Chören, die zur Weihnachtszeit gesungen haben, aufgewertet worden.“ Neu waren auch die Öffnungszeiten der Weihnachtsmärkte, die erstmals schon an den Freitagabenden Gäste anlockten — allerdings eher wenige, wie erste Rückmeldungen der Beschicker bestätigen. Aussteller wie Besucher sprechen von eher „schleppenden“ Freitagabenden.

Ende Februar werde es eine Nachlese mit einigen stellvertretenden Beschickern geben, sagt Gerres und räumt ein: „Dass Freitagabends die Weihnachtsmärkte geöffnet waren, ist halt noch neu. Daher gab es auch noch Anlaufschwierigkeiten. Im Verlaufe der Kupferstädter Weihnachtstage sind die Besucherzahlen leicht gestiegen, aber sicherlich noch ausbaufähig.“ In der Gesamtrückschau hätten die Kupferstädter Weihnachtstage auf jeden Fall „einen weiteren Schritt nach vorne“ gemacht, und so solle es im Rahmen der Möglichkeiten auch weitergehen, betont Gerres: „Wir setzen alles daran, jedes Jahr ein wenig besser zu werden.“

Und der Weihnachts-Planer legt Wert darauf, das „Wir“ näher zu erläutern: „Die Kupferstädter Weihnachtstage sind deshalb so schön, weil viele engagierte Menschen sich einbringen und den Rahmen und das Programm gemeinsam realisieren. Die Kooperation von Vereinen, Kitas und Schulen, Sponsoren, Beschickern, Künstlern, Politik, Verwaltung und weiteren Beteiligten ist sehr gut, und ich freue mich schon jetzt auf die hervorragende Zusammenarbeit im kommenden Jahr, bei der gerne noch mehr Stolberger aktiv mitwirken können“, bekräftigt Gerres.

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