Beliebter Schulleiter: Zum Abschied schickt Ochse Wünsche gen Himmel

Von: Julia Faymonville
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Buntes Abschiedsgeschenk: Ein paar Luftballons mit den besten Wünschen für die Zukunft. Foto: J. Faymonville

Stolberg. „Das Ritzefeld war, ist und wird sicherlich auch weiterhin eine tolle Schule bleiben.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der Schulleiter des Ritzefeld-Gymnasiums, Armin Ochse, am Freitag in den Ruhestand. Nach sechs Jahren als Rektor ist nun Schluss.

„Ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich die sechs Jahre am Ritzefeld zu meinen schönsten Berufsjahren zähle“, bekannte Ochse. „Die Atmosphäre war immer freundlich und die Arbeit in der Schulleitung hat mir viel Freude bereitet. Ich denke auch, dass wir gemeinsam mit dem Kollegium einige Dinge erfolgreich auf den Weg gebracht haben.“

Ochse habe viel im Ritzefeld verändert, sagte die stellvertretende Rektorin Gabi Knoth. Dazu zähle neben der Umstrukturierung des Stundenplans auch die Einrichtung des Arbeitskreises „Schulentwicklung“. Dabei treffen sich Schüler, Lehrer und Eltern regelmäßig, um über die Zukunft des Ritzefelds zu sprechen. Außerdem habe er die „Funkstille“ mit dem Goethe-Gymnasium beendet. Die Oberstufenschüler der beiden Gymnasien haben seit einigen Jahren die Möglichkeit, manche Kurse an der jeweils anderen Schule zu belegen.

Bernd Decker, Schulleiter des Goethe-Gymnasiums, nannte die Pensionierung seines Kollegen „auch einen persönlichen Verlust, denn seine offene Art hat bewirkt, dass die beiden Schulen Vertrauen zueinander aufgebaut haben.“ Zudem habe der Rektor gemeinsam mit engagierten Lehrern die internationale Flüchtlingsklasse ermöglicht. Nach den Sommerferien soll eine zweite folgen.

Bürgermeister Tim Grüttemeier bedankte sich ebenfalls bei Ochse für die „reibungslose Zusammenarbeit“ und betonte, dass die beiden Gymnasien wichtig für Stolberg seien. Das Ritzefeld habe deshalb auch weiterhin einen hohen Stellenwert in der Schullandschaft. Grüttemeiers Ansprache enthielt zudem eine unerwartete Information.

Er gab überraschend bekannt, dass Ulrich Boddenberg nach den Sommerferien neuer Schulleiter des Gymnasiums werde. Dieser leitete bisher die Deutsche Schule in Nairobi. Nun ist er zurück nach Deutschland gekommen und wird die Schulleitung für ein Jahr bis zu seiner Pensionierung übernehmen.

Im Einvernehmen mit der Bezirksregierung reagiert die Stadt mit der Einstellung Boddenbergs auf das laufende Klageverfahren von Dr. Hans Münstermann. Dieser war der einzige Bewerber für die Nachfolgerschaft, wurde aber einstimmig von der Schulkonferenz abgelehnt. Boddenberg wird nun aufgrund einer Besonderheit im Dienstrecht ohnehin bevorzugt, da er aus dem Auslandsdienst zurückkehrt.

Stellvertretend für den Schuldezernenten überreichte Walter Woltery Ochse sowohl die Urkunde zum 40-jährigen Dienstjubiläum, als auch die Urkunde zur Pensionierung. Woltery erinnerte daran, dass mit Ochse vier weitere Lehrerinnen und Lehrer das Ritzefeld-Gymnasium verlassen.

Mit Beate Camiola, Ursel Müller, Gerd Deutz und Günter Offermann gehen vier Urgesteine von der Schule. Zusammen bringen die vier es auf über 140 Jahre Berufserfahrung. Das Lehrerkollegium verabschiedete sich mit einem Video bei ihrem Schulleiter. Mit viel Humor sangen sie Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde“. „Ihre Tür stand immer offen“, bedankte sich Lehrerin Sabine Hark im Namen der Lehrer.

Auch die Schüler hatten eine besondere Überraschung für Ochse. Sie kamen nacheinander auf die Bühne und überreichten ihm Luftballons, auf die Abschiedswünsche geschrieben waren. Die Ballons ließ der Rektor im Anschluss an seine Abschiedsfeier steigen.

Dabei sagte er, dass er wehmütig sei, denn: „Meine Pensionierung ist schon ein großer Einschnitt in meinem Leben, aber ich freue mich auch auf das, was kommt.“ Für seinen Ruhestand wünsche er sich viel Zeit mit seiner Frau. Eine Reise nach Südtirol und eine nach New York seien für dieses Jahr schon geplant. Für die Zukunft des Gymnasiums wünscht er sich, dass es auch weiterhin einen „außerordentlichen Platz in der Schullandschaft Stolbergs haben wird. Mir war es immer besonders wichtig, dass alle zufrieden sind. Schüler, Lehrer und Eltern“, sagt er. „Jeder sollte gerne ins Ritze kommen.“

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