Bei den Kurpark Classix ist Feedback für die Technik verantwortlich

Helfer im Hintergrund : FeedBack sorgt bei den Kurpark Classix für den richtigen Ton

Die Kurpark Classix in Aachen setzen seit vielen Jahren auf die Technik des Stolberger Unternehmens. Das Unternehmen braucht für den Aufbau sechs Tage, 14 Sattelschlepper und 100 Tonnen Material.

Wenn in Aachen im Kurpark bei den Kurpark Classix an diesem Wochenende klassische Musik, Oper und Pop aufeinandertreffen, dann ist eine Stolberger Firma dafür verantwortlich, das alles läuft: „FeedBack“. Das Unternehmen verkauft und vermietet nicht nur Veranstaltungstechnik – bei den Kurpark Classix sind die Mitarbeiter zusätzlich verantwortlich für die Gesamtproduktionsleitung. „Das ist die Koordination der Technik, der Bühne, von Wasser und Strom, Beleuchtung, Toiletten, Küchenzelte, Bauzäunen ...“, zählt Thimo Kolonko auf, der für die Technik vor Ort verantwortlich ist.

Seit 1996 gibt es die Firma, die ihren Hauptsitz in der Rhenaniastraße in Stolberg hat. 2017 gründete sie eine Niederlassung in Hamburg, 2018 in Augsburg. Die Kurpark Classix werden von den Spezialisten bereits seit 2007 betreut.

Weltweit im Einsatz

Für das Team von „FeedBack“ bedeutet eine solche Veranstaltungviel Arbeit. Sechs Tage dauert der Auf-, zwei Tage der Abbau der etwa 100 Tonnen an Material. Mit 14 Sattelschleppern wurden Licht-,
Ton-, Bühnen- und Videotechnik nach Aachen transportiert. Zusätzlich zur Materialmenge kamen im Kurpark zwei weitere Herausforderungen auf das Team zu: der recht starke Baumbewuchs und das „enge Nadelöhr“, durch das all das Material an die richtigen Stellen gebracht werden muss. Dieses Nadelöhr ist – wer schon einmal bei einer Veranstaltung im Eurogress war, hat es vielleicht am eigenen Leib erlebt – die Straße vor dem Neuen Kurhaus.

Gebraucht wird jeder Mann und jede Frau: „Früher war der Beruf männerdominiert“, weiß Kolonko. Doch seit der Einführung des Ausbildungsberufes „Fachkraft für Veranstaltungstechnik“ gebe es auch immer mehr Frauen. Das bestätigt auch das Unternehmen. Bis zu zwei Auszubildende werden nach entsprechenden Praktika angenommen.

Im Kurpark sind die Hauptverantwortlichen für die Licht- und Tontechnik weiblich, und auch beim Aufbau packen Frauen mit an. Es ist ein körperlich anstrengender Beruf, aber „auch nicht anstrengender als andere“, erzählt Kolonko.

Insgesamt 30 Mitarbeiter

Insgesamt arbeiten 30 Mitarbeiter bei „FeedBack“. 25 in Stolberg, zwei in Hamburg und drei in Augsburg. Dazu kommen viele freie Mitarbeiter. Das hängt damit zusammen, dass das Unternehmen nicht nur deutschland- und europaweit, sondern sogar in der ganzen Welt unterwegs ist. So sind beispielsweise in Shanghai schon Veranstaltungen betreut worden. Es muss dann zwar nicht die ganze Firma vor Ort sein, „aber wenn es Probleme gibt, muss natürlich ein Techniker greifbar sein“, erklärt „FeedBack“-Mitarbeiterin Anja Siemons.

Freunden des Musicals wird die Firma unbewusst vielleicht sogar schon begegnet sein: „Wir sind auch technischer Dienstleister für Musicalproduktionen“, erläutert Kolonko. Ein besonders Augenmerk liegt auf den Produktionen, die auf Tournee gehen, also nur verhältnismäßig kurz an einem Ort zu sehen sind.

Dazu gehörten in der Vergangenheit bereits Musicals wie Dirty Dancing, Mamma Mia!, oder Falco. Lange Zeit stellte die Firma aber auch das technische Equipment für die Musical-Produktion „Bodyguard“, beruhend auf dem gleichnamigen Film, im Musical Dome in Köln. Die Fokussierung auf Musicals erklärt auch die Niederlassung in der Hansestadt: Hamburg ist das deutsche Mekka für Musicalfreunde: Aktuell laufen dort unter anderem Disneys „Der König der Löwen“ sowie „Aladdin“, „Mary Poppins“ und ab September „Pretty Woman“. Und es gibt sogar eine direkte Verbindung zwischen Stolberg und dem Zauberlehrling Harry Potter. „FeedBack“ sorgt dafür, dass im Frühjahr nächsten Jahres „Harry Potter und das verwunschene Kind“ reibungslos über die Bühne gehen kann – ebenfalls in Hamburg.

Und Augsburg? Thimo Kolonko, der auch Leiter der Niederlassung in Augsburg ist, sagt: „Damit beliefern wir auch den süddeutschen Raum.“

Die Kurpark Classix, die von Freitagabend mit der „Night at the Opera“ begannen, dauern noch bis Montag, 2. September. Das Abschlusskonzert mit Mark Forster am Montag ist bereits ausverkauft. Für alle anderen Konzerte gibt es noch Karten. Am Samstagabend tritt die weltbekannte Sängerin Katie Melua gemeinsam mit dem Sinfonieorchester um 20 Uhr auf.

Am Sonntag erleben Kinder ab 11 Uhr gemeinsam mit Malte Arkona ein musikalisches Abenteuer: „Malte und die Detektive – Auf der Suche nach dem hohen C“ heißt das Konzert, das Kindern klassische Komponisten näherbringt. Sonntagabend ist um 20 Uhr das Sinfonieorchester mit Solistin Evely Glennie am Start. „Epische Sagen“ von Richard Wagner, Jean Sibelius und Ludwig van Beethoven führen auf das große Abschlussfeuerwerk hin.

Die Mitarbeiter von „FeedBack“ hören und sehen genau hin, damit Ton, Licht und Video immer passend abgespielt werden.

Mehr von Aachener Zeitung