Gründung des Fördervereins „Kupferstern“: Bei Anschaffungen für die Klinik helfen

Gründung des Fördervereins „Kupferstern“ : Bei Anschaffungen für die Klinik helfen

Als Banker lebt er im Unruhestand. Aber trotzdem hält die Arbeit zu Hans Mülders (66) keinen Abstand, engagiert sich der ehemalige Filialdirektor der Pax-Bank in Aachen seither stark im ehrenamtlichen Bereich. Jüngste „Tat“ des Finanzfachmanns: Er stand Ende März dieses Jahres mit an der Wiege von „Kupferstern“, dem neuen Förderverein des Bethlehem-Gesundheitszentrums.

Christoph Hahn sprach mit Mülders, der wenige Kilometer jenseits der Stadtgrenze in Brand lebt, über die Initiative, der sich bis dato rund 500 Stolberger und Umwohnende angeschlossen haben.

Wie sind Sie dazu gekommen, „Kupferstern“ zu gründen?

Mülders: Ich bin vor zweieinhalb Jahren gefragt worden, ob ich nicht dabei behilflich sein könnte, einen entsprechenden Förderverein zu gründen.

Und wie ist der Verein zu seinem Namen gekommen?

Mülders: Der Name wurde bei einem Mitarbeiter-Wettbewerb im Bethlehem-Gesundheitszentrum gefunden. Ich glaube, ein Arzt aus der Klinik für Innere Medizin ist darauf gekommen.

Wie ging die Gründung vonstatten?

Mülders: Nach der Gründungsversammlung Ende März hat uns das Finanzamt mit Schreiben vom 19. April 2018 die Gemeinnützigkeit bestätigt. Am 7. Mai ist der Verein dann beim Amtsgericht ins Vereinsregister eingetragen worden.

Wie viele Mitglieder gibt es bis jetzt?

Mülders: Rund 500 Mitglieder, davon zwölf Gründungsmitglieder.

Was wollen Sie tun, um noch mehr Mitglieder zu gewinnen?

Mülders: In der Tat wollen wir noch mehr Menschen für den „Kupferstern“ gewinnen. Wir möchten über Mitarbeiter und (ehemalige) Patienten die Bürger ansprechen und das Wir-Gefühl stärken. Die Leute sollen sich sagen: Das ist unser Krankenhaus. Es lohnt sich, sich dafür einzusetzen.

Wie wollen Sie die Suche nach Mitgliedern betreiben?

Mülders: Wir wollen mit Flyern gezielt Personen ansprechen.

Wie soll der Verein sich finanzieren?

Mülders: Unter anderem wollen wir dafür werben, dass man bei gewissen Anlässen — sei es etwa ein Geburtstag oder ein Trauerfall — statt Blumen auch an uns spenden kann.

Verfolgen Sie darüber noch weitere Strategien, wenn es über die Öffentlichkeitsarbeit um das Einwerben von Spenden geht?

Mülders: Ideal wäre es, falls wir noch mehr Partner in der Geschäftswelt fänden — nach dem Motto „Kleine Münze, große Hilfe“. Und werden uns an Rechtsanwälte und Notare wenden, damit der „Kupferstern“ in den Genuss von Vermächtnissen kommen kann.

Was planen Sie denn an konkreten Projekten?

Mülders: Unter anderem wollen wir Zwillingsbettchen für die Geburtshilfe anschaffen. Darüber hinaus planen wir den Ankauf von Geräte zum Messen von Bilirubin (roter Blutfarbstoff, d. Red.) ohne Pieksen. LED-Leuchten für die Operationssäle und elektronisch verstellbare Betten stehen außerdem auf der Agenda.

Sie haben die Lobbyarbeit für das Gesunndheitszentrum zu Ihrem Programm gemacht. Wollen Sie auch in den politischen Raum vorstoßen, um die Interessen des Krankenhauses wirksam zu vertreten?

Mülders: Nein. Aber es gibt Dinge, für die angeblich kein Geld da ist — Dinge, die den Aufenthalt angenehmer machen für alle Betroffenen.

Haben Sie sich den Namen „Kupferstern“ eigentlich schützen lassen?

Mülders: Ja, den haben wir uns markenrechtlich schützen lassen. Der Verein im Internet: www.kupferstern-stolberg.de. Mitglieder im Verein „Kupferstern“ sind jederzeit herzlich willkommen.

Informationen gibt es im Foyer des Krankenhauses oder beim Sekretariat von „Kupferstern“, Steinfeldstraße 5 in 52222 Stolberg, oder per E-Mail: [Link auf info@kupferstern-stolberg.de].

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