Bauintensität in Stolberg: 285 neue Wohnungen in 2017

285 neue Wohnungen in 2017: Bauintensität in Stolberg über dem Durchschnitt der Region

Wohnungsnot ist ein allgegenwärtiges Thema in Großstädten. Aber auch in kleineren Gemeinden wie Stolberg wächst die Nachfrage. Um dieser gerecht zu werden, wird fleißig neu gebaut – in Stolberg sogar überdurchschnittlich viel.

Im Jahr 2017 wurden in Stolberg insgesamt 285 neue Wohnungen gebaut, damit gibt es mittlerweile 27.909 Wohnungen auf dem Stadtgebiet. Die Bauintensität liegt über dem Durchschnitt der Region Aachen/Eifel. Das geht aus einer Statistik von IT.NRW (Information und Technik Nordrhein-Westfalen) hervor.

Mit 5,1 neuen Wohnungen pro 1000 Einwohner liegt Stolberg im Vergleich weit vorne. Der Mittelwert der Region beträgt 3,4 Wohnungen, in NRW sind es sogar nur 2,5. In unserer Region Aachen/Eifel ist Langerwehe Spitzenreiter mit 7,9 Wohnungen. Schlusslicht ist Heimbach mit 0,5 Wohnungen. Auffällig ist auch der zweitniedrigste Wert: Düren kommt lediglich auf 0,9 neue Wohnungen pro 1000 Einwohner. Aachen liegt bei 2,2.

Von den 285 neuen Wohnungen in Stolberg entstanden 65 im klassischen Eigenheim-Segment, 159 in Mehrfamilienhäusern. Der Rest wurde in Gewerbebauten und durch Umnutzung vorhandener Gebäude geschaffen.

In der Statistik wird auch deutlich, dass in Stolberg vor allem 1-Zimmer-Wohnungen entstanden: Es waren 95 im vergangenen Jahr. Insgesamt gibt es nun 624 in dieser Größe. Außerdem wurden 62 neue 2-Zimmer-Wohnungen und 38 3-Zimmer-Wohnungen gebaut, damit ist die Zahl auf 2062 bzw. 5899 gestiegen.

Die LBS (Landesbausparkasse) weist darauf hin, dass Zahlen der fertiggestellten Wohnungen stets eine Momentaufnahme seien. „Sie kann von Jahr zu Jahr stark schwanken, weil nicht regelmäßig größere Baugebiete oder Bauprojekte auf den Markt kommen“, erklärt Manfred Klär vom Kundencenter in Stolberg. Deshalb hat er den Durchschnittswert der letzten zehn Jahre errechnet: 120 neue Wohnungen pro Jahr. Die derzeit überdurchschnittliche Bautätigkeit entlaste damit perspektivisch den Wohnungsmarkt.

Trotzdem sei das noch nicht genug: „Insgesamt brauchen wir auch in Regionen außerhalb der Ballungsräume weiter Wohnungsneubau“, fordert Klär. Gründe sind die wachsende Lebenserwartung, aber auch Ersatzbedarf für veraltete Gebäude.

Eins der größten Bauprojekte zurzeit ist die Stadtrandsiedlung zwischen Höhenstraße und Trockener Weiher, Duffenterstraße und Otto-Lilienthal-Straße. Insgesamt sollen dort mehr als 200 Häuser entstehen.

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