Stolberg: Baubeginn für Kupferpavillon in Sicht

Stolberg: Baubeginn für Kupferpavillon in Sicht

Der versenkbare Poller steckt neben dem Eiscafé bereits in der Fahrbahn, der erste Teil des Kaiserplatzes ist neu gepflastert, die Bänke sind aufgestellt, die neuen Beleuchtungspfeiler gesetzt. Doch in den letzten Tagen ist es ruhig geworden auf der zentralen Baustelle in der Innenstadt.

„Eine Ruhe, die täuscht“, versichert Tobias Röhm. Denn hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt, erklärt der Technische Beigeordnete. Es erfolgen letzte Abstimmungen für das Brandschutzkonzept, „und in Kürze ist mit der Baugenehmigung für den Kupferpavillon zu rechnen“, avisiert Röhm einen baldigen Baubeginn durch den privaten Investor.

Der Bau der neuen Restauration auf dem Kaiserplatz erfolgt in enger Abstimmung mit dem zweiten Bauabschnitt der Platzgestaltung, die im November anlaufen soll. In diesem Zusammenhang wird auch der Brunnen demontiert und im neuen, flacheren Design neu errichtet. Der ovale Brunnen mit neun Sprudelelementen wird niedriger und somit überbaubar, wenn der Platz bei Veranstaltungen etwa für eine Bühne benötigt werden sollte. In den kommenden Wochen werden aber erst einmal Tiefbauarbeiten das Bild prägen.

Gut 2,50 Meter tief muss in der nordöstlichen Ecke ausgeschachtet werden für den 18 mal 14,6 Meter messenden Keller des Kupferpavillons, der Sanitärräume und Lager beinhalten wird. Ein Aufzug macht die Toiletten barrierefrei erreichbar. Das Obergeschoss mit seinen lichtdurchfluteten Glasfassaden in Betonrahmen und verziert mit kupferfarbenen innen wie außen sichtbaren Applikationen bietet Raum für eine 40 Quadratmeter große Küche, einen 160 Quadratmeter großen Gastraum sowie einen teilüberdachten 40 Quadratmeter großen Eingangsbereich. Hinzu kommen rund 105 Quadratmeter freie Außengastronomie bis zur mittleren Achse des Platzes.

Rund 1,5 Millionen Euro investieren die Investoren in der Kupferstadt. Sie haben dazu die SSC Kupferpavillon Bau UG gegründet, die zwischenzeitlich in das Handelsregister eingetragen worden ist. Das 279 Quadratmeter große Grundstück für die Errichtung des Kupferpavillons hat die Stadt der Gesellschaft per Erbbaurecht für die Dauer von zunächst 50 Jahren zur Verfügung gestellt.

In nicht öffentlicher Sitzung hat der Stadtrat mit breiter Mehrheit dem Eintrag einer Grundschuld in Höhe von 750.000 Euro zugunsten des den Bau finanzierenden Geldinstitutes zugestimmt. Lediglich die Linken stimmten dagegen; sie hatten sich bis dato stets gegen die Realisierung des Projektes ausgesprochen. Ebenso wie früher die Grünen, die nun ebenso wie die übrigen Fraktionen ihre Zustimmung erklärten. Unabhängig von der Grundschuld bleibt gemäß der vertraglichen und gesetzlichen Vereinbarungen der Hauptanspruch der Stadt auf den Erbbauzins bestehen.