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Stolberg: AWO: Mittagstisch im Kindergarten ist Hauptaufgabe geworden

Stolberg : AWO: Mittagstisch im Kindergarten ist Hauptaufgabe geworden

Die Finanzierung der Mittagsverpflegung in den örtlichen Kindergärten ist laut Hans-Josef Wellmann, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Stolberg, zu einer der Hauptaufgaben der 410 Mitglieder zählenden Organisation geworden.

Denn für derzeit 140 Kinder, deren Eltern eine warme Mahlzeit nicht bezahlen können, garantiert die AWO eine Übernahme der Kosten.

„Die Zahl der Hilfsbedürftigen steigt. Die Armut in unserem Lande wir immer größer”, klagt Wellmann, der ein Nachlassen der Spendenbereitschaft ausgemacht hat und der für die Finanzierung der Mittagsverpflegung über das Jahr 2009 hinaus die Kommune in der Pflicht sieht. Die Aktion „Miki” stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung.

Neben sozialen Aufgaben widmet sich die AWO auch der Pflege der Geselligkeit, etwa bei Fahrten nach Mainz, Gerolstein, Moresnet (Belgien) und Dortmund sowie bei der traditionellen Karnevalssitzung in der Stadthalle.

Auch für das laufende Jahr hat die Sozialorganisation wieder zahlreiche Programmpunkte geplant. Neben einer Eifelfahrt und einem mehrtägigen Ausflug nach Stralsund soll der Mitte September vorgesehene „Gemütliche Nachmittag” im Jugendheim Münsterbusch ein Höhepunkt werden.

Zeltlager frühzeitig ausgebucht

Zu einem festen Bestandteil des Jahresprogramms ist auch das vom Kreisverband Aachen-Land organisierte und von der örtlichen AWO unterstützte Jugendzeltlager auf dem Gelände der Copper City Pioneers im Zweifaller Ortsteil Finsterau geworden.

Wie Wellmann bestätigte, stößt die Ferienfreizeit auch in diesem Jahr wieder auf ein großes Interesse. So ist das Anfang Juli beginnende Zeltlager mit 50 Kindern voll ausgebucht.

Zum Selbstverständnis der AWO gehört es auch, dass die Organisation von Stadtparty, Mühlenfest und Nudelbuffet unterstützt wird. Desweiteren ist die AWO zur Anlaufstelle für viele Senioren und andere Hilfebedürftige geworden, die Unterstützung bei der Bearbeitung von Antragsformularen benötigen und sich Beistand erhoffen, um ihre Ansprüche gegenüber der Kommune geltend machen zu können.

Erleichtert werde die Situation dadurch, so Hans-Josef Wellmann, dass es gelungen sei, im Foyer des neuen Rathauses ein Seniorenbüro einzurichten. Um die Zahl der dringend benötigten Ehrenamtlichen zu steigern und die Finanzsituation des örtlichen Wohlfahrtsverbandes zu verbessern, kündigte der AWO-Vorsitzende eine Kampagne zur Werbung neuer Mitglieder an.