Stolberg: Ausstellung über 60 Jahre THW

Stolberg: Ausstellung über 60 Jahre THW

Arbeit, Einsatz und vor allem Spaß — wenn die Mitglieder des Ortsverbandes Stolberg des Technischen Hilfswerks zusammenkommen, dann ist all das programmiert. Und das schon seit 60 Jahren. In der Ausstellung, die anlässlich dieses Geburtstages noch bis zum 27. April in der Sparkasse Stolberg (Rathausstraße)zu sehen ist, lässt sich das deutlich erkennen.

Mit vielen eindrucksvollen Bildern und einigen alten Einsatzgeräten wird die Geschichte des THW Stolberg dargestellt. Und auch wer den Ortsverband bisher nur vage kennt, hat hier in der nächsten Woche die Möglichkeit, mehr darüber zu erfahren, wie, wann und wo das THW hilft.

1950 gab Bundesinnenminister Heinemann den Auftrag, Ortsverbände des Technischen Hilfswerks zu gründen. Kurz nach der Eröffnung des Ortsverbands Aachen fand das THW seinen Weg auch nach Stolberg. „Georg Werner ist der eigentliche Gründer unseres Ortsverbandes,“ sagt der Ortsbeauftragte Wolfgang Geicht. „Er hat das alles mit unheimlich viel Elan aufgebaut, das Interesse war von Beginn an groß.“

Das THW Stolberg agiert nicht nur im lokalen Bereich, auch europaweit sind Mitglieder aktiv. Zurzeit besitzen 50 von ihnen die Grundausbildung dafür. Zu den 130 Helfern gehören 15 junge Menschen, andere sind sogenannte Reservehelfer, die nur bedingt zum Einsatz kommen.

Das Stolberger THW ist für die regelmäßigen Einsätze sehr gut ausgerüstet. Egal ob Schnee oder Hochwasser, die Ortsgruppe scheut keine Mühen, als Nothelfer zu dienen. „Die Einsätze sind das Salz in der Suppe. Es ist schön, wenn man weiß, dass man helfen kann. Deshalb bleiben unsere Helfer auch dabei,“ freut sich Wolfgang Geicht.

Dass aber vor allem viele junge Menschen heutzutage andere Vorstellungen von Freizeit haben, macht sich auch in den Mitgliederzahlen des THW bemerkbar. „Es ist schwer, die Leute zu motivieren, hier mitzumachen,“ räumt der Ortsbeauftragte ein. „Dass die Wehrpflicht und damit auch der Ersatzdienst wegfallen sind, macht es nicht leichter für uns, ehrenamtliche Helfer zu gewinnen.“ Denn nur jedes hundertste Mitglied arbeitet hauptamtlich, die meisten verbringen ehrenamtlich große Teile ihrer Freizeit bei Einsätzen. Das 60-jährige Bestehen wollen die Mitglieder des THW deshalb auch nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen und auf ihre Arbeit hinzuweisen.

Lobende Worte fand die stellvertretende Bürgermeisterin Hildegard Nießen bei der Ausstellungseröffnung. „Das THW, unser Nothelfer vor Ort, ist wichtig für die Bürger Stolbergs. Ohne die ehrenamtlichen Tätigkeiten würden viele Dinge in unserer Stadt nicht geschehen. Vielen Dank, dass Sie sich auch unter schweren Bedingungen bemühen und für uns einsetzen.“

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