Stolberg: Ausstellung: Innere Impulse auf Papier, Leinwand und Seide

Stolberg : Ausstellung: Innere Impulse auf Papier, Leinwand und Seide

Farbenfrohe Blumen auf Leinwand, ein skizzenhafter Eifelturm auf Seide, eine Madonna auf Papier: In ihrer Ausstellung „Timeless“ (Englisch: Zeitlos) zeigt die Stolberger Künstlerin Inge Müllenholz einen Querschnitt durch die vergangenen 20 Jahre ihrer Arbeiten als Malerin. Am Dienstag war Vernissage im Sozialpsychiatrischen Zentrum am Kaiserplatz.

„Ich male ganz unterschiedliche Bilder. Das gilt sowohl für die Motive als auch für meine Maltechniken“, sagt Künstlerin Inge Müllenholz, die 1960 in Bonn geboren wurde und 1995 nach Stolberg zog. Und wer durch den Flur und die Aufenthaltsräume des Sozialpsychiatrischen Zentrums schlendert, um die Bilder anzuschauen, muss der gelernten Industriekauffrau Recht geben: Da sind bunte Blumen zu sehen, fantasievolle Lebensuhren, eine Trauerweide in Aquarell. „Wie ich male, das entscheide ich nach Lust und Laune“, erklärt Müllenholz, die unter anderem bei Astrid Aix in Aachen Zeichnen, bei Astrid Sabeti in Stolberg Acrylmalerei erlernt hat.

„Wenn ich eine Idee habe — das kann auch mitten in der Nacht sein — mache ich gleich eine Skizze, oder lege sofort los.“ So vielseitig die Motive von Müllenholz auch sein mögen, eines haben sie gemeinsam: Die Bilder strahlen unglaubliche Lebendigkeit aus, und in den Augen der Künstlerin auch eine gewisse Zeitlosigkeit: „So ist auch der Titel der Ausstellung entstanden“, sagt sie.

Es ist nicht die erste Zusammenarbeit von Müllenholz und dem Sozialpsychiatrischen Zentrum: 1998 stieß sie auf die Beratungsstelle, als es ihr seelisch nicht gut ging. Im Jahre 2000 gab es eine erste Ausstellung. Mittlerweile zeigt Müllenholz anderen, die das Zentrum besuchen, ihre Techniken, gibt Erlerntes weiter.

Malen, das bedeutet für Inge Müllenholz, inneren Impulsen nachzugeben. Es bedeutet, Schicksalsschläge wie eine Krebserkrankung zu verarbeiten, aber auch schöne Erinnerungen an eine Reise nach Paris festzuhalten.

Die Ausstellung im Sozialpsychiatrischen Zentrum, Kaiserplatz 6, ist bis Freitag, 9. September, während der Geschäftszeiten zu sehen: montags, donnerstags und freitags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 14 bis 17 Uhr und mittwochs von 15 bis 18.30 Uhr.

(slg)