Stolberg: Ausschuss vertagt Änderung des Bebauungsplans

Stolberg: Ausschuss vertagt Änderung des Bebauungsplans

Die Pläne, das Gelände des früheren Sägewerks Körner in Schevenhütte einer neuen Nutzung zuzuführen, liegen weiter auf Eis.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat einstimmig eine Änderung des Bebauungsplans vertagt - bis ein eindeutiger städtebaulicher Vertrag vorliegt.

Seit 2004 besteht für das rund 11.000 Quadratmeter große Areal zwischen Nideggener Straße, Reithalle, Kahnweiher und Parkplatz der Bebauungsplan Nr. 127 „An der Mühle”, der 19 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus mit neun Einheiten vorsieht. Allerdings scheiterte bislang eine Vermarktung. Jetzt hatte ein Projektentwickler eine modifizierte Planung vorgelegt, die Zahl Häuser auf zwölf Einheiten reduziert und eine Seniorenwohnzentrum mit kleinem Nahversorger und weiterer Infrastruktur vorgesehen.

Allerdings ist der Projektentwickler weder Eigentümer noch Besitzer des Areals. In der Sitzung teilte die Verwaltung mit, dass mittlerweile der Grundeigentümer direkt selbst die Realisierung ohne Zwischenschritt über einen Projektentwickler umsetzen wolle.

Zwar signalisierte der Ausschuss für Stadtentwicklung, mit der vorgeschlagenen Entwicklung des Geländes einverstanden zu sein, aber mit Verweis auf die bisherigen Erfahrungen sowie die eingeschränkten Kapazitäten der Verwaltung solle eine Änderung der Bauleitplanung erst dann von der Verwaltung bearbeitet werden, wenn die Umsetzung durch einen städtebaulichen Vertrag auch greifbar werde. Bis dahin wurde der Aufstellungsbeschluss erst einmal vertagt.

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