Stolberg: Ausschuss beharrt auf Lärmschutz am Lerchenweg

Stolberg: Ausschuss beharrt auf Lärmschutz am Lerchenweg

Letztlich ist nur ein Punkt übriggeblieben, bei dem der Ausschuss für Stadtentwicklung noch einmal seine Wünsche bekräftigen musste. Alle anderen hatte der Investor bereits umgesetzt, um die angestrebte Verlagerung des Lidl-Marktes auf die andere Seite der Ardennenstraße voranzutreiben.

Bei der Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan für das Eckgrundstück zum Lerchenweg hatte es zahlreiche Anregungen aus der Nachbarschaft gegeben. Ihr Ziel: eine mögliche Belästigung durch den Betrieb des Discounters zu minimieren.

Diese hatte die Verwaltung in Gesprächen mit dem Investor weitestgehend realisieren können. Der verzichtet auf einen Backshop, beschränkt seine Öffnungszeiten auf 7 bis 20 Uhr an Werktagen, reduziert die Nutzung einer Papierpresse, schirmt ein Kühlaggregat mit einer Wand ab und verlängert nordwestlich eine Lärmschutzwand um 18 Meter.

Auf 1,75 erhöht wird die Lärmschutzwand am Lerchenweg; allerdings soll sie nur noch die Länge des Filiale-Gebäudes umfassen. Damit wird sie aber ein gutes Dutzend Meter kürzer als zuvor in einer Höhe von 1,50 Meter geplant. Der Standort des Discounters soll schließlich auch erkannt werden können, erläuterte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt die Interessenslage des Investors und verwies auf die Kosten der bereits gemachten Zugeständnisse.

An einer mangelnden Liquidität werde der Ansiedlungswunsch allerdings kaum scheitern, beharrte der Ausschuss einstimmig darauf, dass entlang des kompletten Lerchenwegs die Lärmschutzwand realisiert werden soll. Wenn fehlende Optik das Gegenargument sei, könne der Lärmschutz ja auch notfalls aus Glas erfolgen. Im Übrigen empfahl der Ausschuss dem Stadtrat die Offenlage der Bauleitplanung.