KG Mönsterböscher Jonge: Ausgelassene Sitzung mit Besuch der „Oecher Penn“

KG Mönsterböscher Jonge : Ausgelassene Sitzung mit Besuch der „Oecher Penn“

Gewaltig war der Aufmarsch der Aachener Stadtgarde „Oecher Penn“. Sie hatten 130 Personen aufgeboten. So viele, dass etliche Penn Soldaten vor der Bühne Platz nehmen mussten. Der Aufmarsch der ältesten und größten Kaiserstädter Karnevalsgesellschaft war einer der Höhepunkte, der an Attraktionen reichen Kostümsitzung der KG Mönsterböscher Jonge im Saal des örtlichen Jugendheimes.

Die Aachener waren im ersten Drittel des Sitzungsprogramms aufgetreten und boten dem begeisterten Publikum Alt-Aachener-Melodien, die sie mit Szenen aus der langjährigen Vereinsgeschichte anreicherten: schließlich sind die Oecher Penn schon 1857 gegründet worden.

Zu den weiteren Höhepunkten des abwechslungs- und ideenreichen Programms gehörte auch der Auftritt der beiden Showtanzgruppen der gastgebenden KG Mönsterböscher Jonge, der Kids und der Hexen. Den Anfang machten die Kids, die als Matrosen verkleidet, im schicken blau-weißen Dress, eine vergnügliche Seefahrt boten. Dem nichts nachstehend gaben sich die Hexen, die in der russischen Hauptstadt Moskau unterwegs waren. Sie hatten sich mit Kostümen ausstaffiert, die an russische Kosakenjacken erinnerten: allerdings nicht in Schwarz oder in Rot, sondern in Grün mit goldbesetzten Knopfleisten. Ihre großartige Choreografie animierte das Publikum zu lang anhaltendem Beifall.

Regie führte als Sitzungspräsident Sven Rieh. Er zog geschickt die Fäden des mehr als vierstündigen Programms. Mit rund 400 Besucher war der bunt geschmückte Saal gut besetzt. Den Programmauftakt hatten die Darbietungen der Mariechen Ann Katrin Kinkel und Anna Riehn gemacht. Sie und die Garde der Mönsterböscher Jonge waren zum Sitzungsbeginn gemeinsam mit dem Breiniger Trommler- und Pfeifercorps auf die Bühne marschiert. In Reimform war Alfred Wings aus Eschweiler unterwegs.

Büttenreden und kölsche Musik

Auch die Kids zeigten einen tollen Auftritt. Foto: Toni Doerflinger

Als „Der Lange“ bot der sympathische Büttenredner, humorvolle Anekdoten und Ameröllchen aus dem Alltagsleben. Die musikalische Untermalung der Kostümsitzung, zahlreiche Besucher waren in fantasievollen Kostümen erschienen, hatten gleich zwei Musikgruppen übernommen: nämlich die „Sternrocker“ aus Lindlar und die Gruppe „Kölschraum“ aus Kölns Nachbarstadt Wesseling. Sie heizten den Besucher mit aktuellen Karnevalshits und fetziger Rock- und Popmusik tüchtig ein. Klar, dass Kölschraum vorwiegend Kölsche Tön bot.

Ein Highlight war auch der Auftritt von Stadtprinz Ecki I. (Eckhard Braun). Sein Einzug in den Saal geriet zu einer Triumphfahrt. Es dauerte einige Minuten ehe Tollität, der Blumensträuße in die feiernde Menge warf, die Bühne erreicht hatte. Als Begleitung hatte der Stadtprinz seinen Hofstaat und die Garde der KG Erste Große mitgebracht, die prompt zum „Stippeföttche“ antreten mussten. Seinen Auftritt nutztedie Tollität, um gemeinsam mit seinem Hofstaat dem gut gelaunten Publikum ein buntes, abwechslungsreiches Karnevalsmedley zu bieten.

Zu der Abordnung der KG Erste Große gehörte auch das Trommler- und Pfeifercorps aus Konzen-Eicherscheid. Sie versorgen die Erste Große bei ihren Auftritten mit karnevalistischer Blas- und Marschmusik. Gut in Form war auch das Parodistenduo Uwe Hillers und Manfred Schaffrath. Sie betraten mit Gitarren ausgestattet als die „Zwei Lausbuben“ die Bühne. Ihnen zuzuhören ist jedes mal eine Genuss. Darum geizte das fröhlich gestimmte Publikum auch nicht mit dem dazu passenden Szenenapplaus.

Attraktives Programm

Ein Gastspiel zu später Stunde gab der Bauchredner Tim Becker aus Essen. der gleich mehreren Puppen seine Stimme lieh. So führte er mit seinen Händen unter anderem ein Pony und einen Hasen, die durch Situationskomik die Besucher zum Lachen brauchten. Den Abschluss des umfangreichen Programms machte der erneute Auftritt von Tanzmariechen Anna Riehn. Wiederum hatten die Mönsterböscher Jonge ein attraktives Programm auf die Beine gestellt, das sich hören und sehen lassen konnte.

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