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Stolberg: Ausdruck jüdischer Lebensfreude

Stolberg : Ausdruck jüdischer Lebensfreude

Mit dem Quartett „The Dance of Joy” kommt Klezmermusik in den Stolberger Musiksommer auf dessen erster Matinee am Sonntag, 4. Juli, ab 11 Uhr im EWV-Verwaltungsgebäude am Oberstolberger Markt.

Dann werden Johanna Schmidt (Violine), Johannes Flamm (Klarinette), Alfred Kraus (Akkordeon) und Manfred Hilgers (Bass) einen Querschnitt durch jene mitreißende jüdischen Musik bieten, wie sie früher auf religiösen Festen außerhalb der Synagoge und vor allem auf Hochzeiten gespielt wurde.

Sie ist die instrumentale Musik der osteuropäischen Juden, emotionsgeladen und klingender Ausdruck überschwänglicher Lebensfreude und leiser Melancholie, voller Fröhlichkeit und Trauer. Und sie schildert dabei in vielfältigen Facetten vom damaligen Leben im „Shtetl”, von Freude und Leid der Menschen, ihrem Alltag, ihren Erinnerungen und Gefühlen.

Beliebtheit steigt stetig

Über Jahrhunderte hat sich die Klezmermusik aus der Folklore und dem Melodiengut Osteuropas und des Orients entwickelt. In jüngerer Zeit kamen Elemente des Jazz und der Klassik hinzu. Seitdem sie nach einer ruhigen Phase vor einem guten Jahrzehnt durch eine neue „Klezmorim”-Generation wieder aufblühte, steigt ihre Beliebtheit, begeistern die Gruppen ihr Publikum.

Stolberg-Auftritt vor einem Jahr

So auch das angekündigte Quartett „The Dance of Joy”, das seit vier Jahren in gleicher Besetzung spielt und vor einem Jahr sein erstes Konzert in Stolberg gab - damals als ein kompetenter Auftritt gelobt und begeistert gefeiert. Das gab Lust auf mehr, was mit dieser Matinee des Stolberger Musiksommers erfüllt wird.