Stolberg-Büsbach: Augsburger Domsingknaben gastieren in St. Hubertus

Stolberg-Büsbach : Augsburger Domsingknaben gastieren in St. Hubertus

Der Kammerchor der Augsburger Domsingknaben gastiert am Freitag, 20. Mai, um 19 Uhr in der Büsbacher Pfarrkirche St. Hubertus. Neben den Regensburger Domspatzen gehört der Chor zu den bedeutendsten deutschen Kathedralchören.

Die Augsburger Domsingknaben können auf eine bis ins 15. Jahrhundert zurückreichende Tradition verweisen. Von Reinhard Kammler, dem heutigen Domkapellmeister, vor 40 Jahren neu gegründet, hat der Chor sich recht bald in die erste Reihe der europäischen Knabenchöre vorgearbeitet.

Zum zweiten Mal in der Büsbacher Pfarrkirche St. Hubertus werden am Freitag, 20. Mai, die Augsburger Domsingknaben unter Leitung von Reinhard Kammler zu hören. Foto: Bernhard Gastager

Elf Männer und 26 Knaben

Neben der eigentlichen Aufgabe des Chores, der Gestaltung der sonntäglichen Liturgie im Augsburger Dom, gehören auch zahlreiche Verpflichtungen bei Konzerten im In- und Ausland, Schallplatten- und Rundfunkproduktionen sowie Theaterengagements bei Opernaufführungen in Bonn, Düsseldorf, München und anderen großen Kulturmetropolen zum Arbeitsfeld des Chores.

Seine Mitglieder singen ständig unter renommierten Dirigenten wie Sir Colin Davis, Mstislav Rostropowitsch, Naville Marriner und andere. Ein Höhepunkt im Leben des Chores war die internationale Live-Übertragung des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach aus der vatikanischen Capella Sistina vor Papst Benedikt XVI. im Jahre 2009.

Bereits vor sechs Jahren gastierte der Chor mit einer liturgischen mehrstimmigen Vesper in St. Hubertus in Büsbach. Beim Konzert am Freitag, 20. Mai, erklingen Werke von Bach, Byrd, Allegri, Palestrina und andere. Der Eintritt ist frei. Elf Männerstimmen und 26 Knabenstimmen mischen sich im Kammerchor der Augsburger Domsingknaben zu einem beeindruckenden Klangkörper. So wird das Konzert nicht nur ein musikalischer Genuss, sondern auch ein beeindruckendes Dokument liturgischer Chorkultur.

In Reinhard Kammler kann der Chor auf einen engagierten Kirchenmusiker zurückblicken, der sein Leben ganz in den Dienst der „musica sacra“ gestellt hat. Sein kirchliches und pädagogisches Engagement wurde u.a. mit der Verleihung des Päpstlichen Silvesterordens und des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt.

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