Stolberg: Aufwändige Sanierung des „Ritze” steht bevor

Stolberg : Aufwändige Sanierung des „Ritze” steht bevor

Dem Ritzefeld-Gymnasium stehen umfangreiche Baumaßnahmen ins Haus. Vorgesehen sind energetische Sanierungen und die Herrichtung der Mensa, und wenn am 15. Juli der Bau- und Vergabeausschuss zusammentritt, dann soll die Verwaltung mit der weiteren Planung beauftragt werden.

Noch wird an der Schule in einem Provisorium gegessen, in dem ehemaligen Kunst- und Medienraum unterhalb der Turnhalle, der - wegen zahlreicher Klausuren, die dort geschrieben werden mussten - in Schülerkreisen auch als „Folterkammer” bekannt ist.

Entstehen wird die neue Mensa in dem in den 1970er Jahren erbauten und seitdem fast unveränderten unteren Bauteil C. Dieser wird ohnehin verändert, denn er ist eingeschlossen in die energetische Sanierung, die mehrere Gebäude der Schule betrifft. Finanziert wird diese mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung. Insgesamt werden daraus rund 1,3 Millionen Euro für das „Ritze” bereit gestellt.

Am nördlichen Gebäude, dem sogenannten Bauteil A, dessen Ostseite direkt an die Ritzefeldstraße grenzt, wird die Flachdacheindichtung inklusive Wärmedämmung erneuert. Die einfachen Holzfenster an der Süd- und Ostfassade werden durch Kunststoffrahmen mit Wärmeschutzverglasung ersetzt.

Dort wird außerdem ein Wärmedämmverbundsystem aufgebracht. Auch die Brücke, die das mittlere Schulgebäude (Bauteil B), dass als einziges bereits eine Sanierung erfahren hat, mit dem westlichen Bauteil C verbindet, wird saniert. Hier werden die tragenden Brückenplatten, die Glasfassaden und das Flachdach wärmegedämmt.

Die umfangreichsten Arbeiten betreffen aber Bauteil C, auch wenn dort unterschieden werden muss in Maßnahmen der energetischen Sanierung, die unter das Konjunkturprogramm II fallen, und in die Herrichtung der Mensa, für die im städtischen Haushalt 300.000 Euro angesetzt sind. Hinzu kommen noch einmal 150.000 Euro für Brandschutzmaßnahmen.

Entgegen ursprünglicher Planungen muss aber wohl die Abrissbirne kreisen, denn der eingeschossige Anbau zur Schulhofseite hin, der sogenannte Wintergarten, könnte nur mit viel Aufwand ertüchtigt werden. „Das wäre dann eine 100-prozentige energetische Sanierung”, sagt Hochbauamtsleiter Ulrich Coopmann. Im Klartext schlägt die Verwaltung deshalb Abriss und Neubau vor. Damit könnte auch die Schaffung eines zweiten Fluchtwegs verbunden werden, der aus Brandschutzgründen verpflichtend ist.

Energetische Maßnahmen sind au hier Flachdachabdichtung, Erneuerung von Fenstern und Wärmedämmung der Fassaden.

In Sachen Brandschutz sollen neben einem Treppenturm als Fluchtweg in verzinkter Stahlkonstruktion auch Brandschutztüren in allen Geschossen und eine Brandmeldeanlage eingebaut werden.

Wie die Mensa schließlich aussehen soll, darüber gibt es bislang aber noch keine konkrete Planung. Im Winter soll jedoch mit den Arbeiten begonnen werden. „Ich denke, dass wir nach den Sommerferien 2010 die Mensa fertig haben”, sagt Coopmann. Bis Ende 2010 sollen auch die energetischen Maßnahmen fertig sein, mit denen allerdings erst im Frühjahr begonnen wird. Grund ist, dass für den Einbau der Wärmedämmung Temperaturen fün konstant über 5 Grad herrschen müssen. Coopmann: „Da ist es nicht sinnvoll, im November anzufangen.”

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