Auf der Straße Münsterau soll bald Tempo 70 vorherrschen

Tempo 70 auf der Straße Münsterau : Nach zwei Jahren steht die Umsetzung kurz bevor

Da halfen auch die Regenschirme nicht mehr wirklich weiter: Doch trotz heftigem Regen und Wind war das Interesse groß – bei Bürgern und Politik. Schließlich ging es um die Münsterau – und zwar um das Stück zwischen dem Ortsausgang Zweifall und dem Vichter Landhaus.

Immer wieder finden auf der Strecke Autorennen statt. Anwohner Helmut Breuer hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach auf dieses Problem hingewiesen und ist sich auch heute noch sicher: „Diese Strecke ist eine tickende Zeitbombe. Irgendwann wird hier etwas Fürchterliches passieren.“

Gefährlich sei es vor allem für Fußgänger – seien es Erwachsene oder Kinder. „Auf die andere Seite zu gehen, ist lebensgefährlich“, machte Breuer deutlich und wurde in seiner Ansicht von weiteren Anwohnern unterstützt. Doch das könnte sich bald schon ändern.

Ein Treffen mit der Politik stand nun an der Gefahrenstelle an. Neben dem Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling (SPD) und dem Stolberger CDU-Chef Jochen Emonds waren auch die beiden Bürgermeisterkandidaten Patrick Haas (SPD) und Andreas Dovern (CDU) vor Ort, um sich von der Situation ein Bild zu machen.

Die Große Koalition hatte bereits 2017 in einem gemeinsamen Antrag gefordert, dass auf dem rund 500 Meter langen Abschnitt, auf dem aktuell 100 km/h gefahren werden darf, die erlaubte Geschwindigkeit auf 70 km/h reduziert wird.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) hatte sich in seiner letzten Sitzung ebenfalls für dieses Vorhaben ausgesprochen. In einem Brief des Technischen Beigeordneten Tobias Röhm an Helmut Breuer hieß es, dass die Umsetzung zeinah erfolgen solle. Doch was bedeutet in diesem Fall das Wörtchen „zeitnah“? Das wollte auch Breuer wissen. „Bitte drücken Sie auf´s Tempo, denn jeder Tag ist kostbar“, meinte er.

Die Politik konnte ihn beruhigen. Am heutigen Dienstag soll die verkehrsrechtliche Anordnung geschrieben werden. Mit der Umsetzung könne man dann innerhalb der nächsten zwei Wochen rechnen. Dennoch wolle man das Thema auch weiterhin auf der Agenda haben.

(se)
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