STOLBERG: „Auf der Liester“: Ende November sollen die ersten Bewohner einziehen

STOLBERG : „Auf der Liester“: Ende November sollen die ersten Bewohner einziehen

Die Bauarbeiten im neuen Seniorenwohn- und Sozialzentrum „Auf der Liester“ gehen gut voran. Der Rohbau ist längst gezogen, die Arbeiten am Innenausbau sind im vollen Gange. Bald kann die Innengestaltung des Gebäudekomplexes erfolgen. Darauf freut sich Geschäftsführerin Gabriele Makola besonders. Mit ihren Mitarbeitern und Bauherr Werner Elsberger hat sie die Baustelle zur Bestandsaufnahme besucht.

Entstanden in dieser Zeit eine Menge: 180.000 Quadratmeter Wandputz und 5800 Quadratmeter Deckenputz wurden verarbeitet, 5800 Quadratmeter Estrich sind verlegt und Grundlagen für die Elektronik angebracht. In vier Monaten sollen hier die ersten Bewohner leben. Sie ziehen Ende November aus der Pflegestation am Amselweg in den Neubau ein. Im Januar 2020 folgt die Eröffnung der Tagespflege mit 20 Plätzen sowie die Fertigstellung der zwei ambulanten Wohngemeinschaften mit jeweils zwölf Plätzen. „Das wird ein gehobenes Wohnen für rüstige Rentner“, verspricht Makola. Die Geschäftsführerin des Senioren- und Sozialzentrums hat die Ausstattung für das gesamte Gebäude selbst ausgewählt — „nach modernsten Standards.“

Die stationäre Pflege verfügt über drei Wohnbereiche mit 80 Einzelzimmern. Diese haben eine Größe von etwa 22,25 Quadratmetern und sind vollständig mit Mobiliar ausgestattet. Passend zum Boden in Holzoptik sollen die Zimmer über einen Kleiderschrank mit verschließbarem Wertfach, eine Kommode, ein Niedrigflutbett und zwei Sessel verfügen. Die Wände bleiben weiß, Farbakzente werden von Gardinen und Dekostoffen gesetzt. „Je nach Wohnbereich haben diese eine andere Farbe“, sagt Makola. „Das dient zur Abgrenzung und zur besseren Orientierung der Bewohner und Mitarbeiter.“

Nicht allein zurechtkommen

Im Bereich der ambulanten Wohngemeinschaften steht jedem Bewohner ein eigenes Apartment zur Verfügung. Dieses wird ebenfalls mit einem Niedrigflutbett ausgestattet; die weitere Einrichtung ist dem Bewohner aber selbst überlassen. „Diese Wohnmöglichkeit eignet sich für alle Senioren, die nicht mehr alleine in ihrer Wohnung zurecht kommen, aber keiner 24-Stunden-Betreuung bedürfen“, sagt Makola.

Pro Wohngemeinschaft leben zwölf Gäste zusammen, die sich in gemeinsamen Aufenthaltsräumen zusammenfinden und Betreuungsangebote wahrnehmen können. Außerdem werde darauf geachtet, dass die Bewohner gut zusammenpassen, so Makola.

Zudem verfüge jedes Apartement nach Fertigstellung über ein behindertengerechtes Badezimmer mit moderner Ausstattung, ebenso wie die Einzelzimmer der stationären Pflege. Die Betreuung der Wohngemeinschaften werde von morgens bis abends durch eine Präsenzkraft gewährleistet, für die Unterstützung in der Nacht sei der ambulante Pflegedienst zuständig. Außerdem bekomme jeder Gast ein Notrufarmband, mit dem er bei Bedarf Hilfe anfordern kann.

Und auch die Mitarbeiter sollen im neuen Gebäude nicht zu kurz kommen: Für sie wird ein Gemeinschaftsraum von 54 Quadratmetern im Kellergeschoss zur Verfügung stehen. Dieser soll zum Verweilen in den Pausen einladen sowie als Veranstaltungsraum dienen. Außerdem werde es Umkleideräume mit Duschkabinen und Toiletten für die Mitarbeiter geben.

Geschäftsführerin Makola betont die gute Ausstattung des Zentrums: „Der gesamte Gebäudekomplex wird über flächendeckendes WLAN und eine Fußbodenheizung, die in jedem Raum individuell gesteuert werden kann, verfügen.“ Ein zusätzliches Highlight bilde die Kapelle mit Zinkdach und großzügiger Fensterfront, die von allen Konfessionen genutzt werden kann.

Das Gebäudes nimmt immer mehr Gestalt an. Aber: Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern: „In Kürze folgt der Baubeginn des Betreuten Wohnens mit 54 Wohneinheiten“, so Makola.

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