Stolberg: Auf dem Donnerberg hat der Boule-Boom eingesetzt

Stolberg: Auf dem Donnerberg hat der Boule-Boom eingesetzt

Mit einer solchen Dynamik hatte wohl niemand gerechnet. Als die Stadt Stolberg im vergangenen Frühjahr neben der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt an der Josefstraße einen kleinen Bouleplatz anlegte, stand in den Sternen, wie das neue Angebot angenommen werden würde.

Gut ein Jahr später steht fest: Es wird bestens angenommen. Denn jeden Dienstag- und Donnerstagmorgen treffen sich bis zu 30 Freunde des ursprünglich französischen Kugelspiels auf dem Donnerberg. „Hier ist ein richtiger gesellschaftlicher Treffpunkt entstanden, an dem sich ältere Menschen aus dem ganzen Stadtgebiet einfinden“, freut sich Hans Kleinlein, der den sprichwörtlichen Stein (oder die Kugel) in seiner damaligen Funktion als SPD-Ratsherr ins Rollen gebracht hatte.

Mittlerweile ist der Andrang so groß, dass die Boule-Spieler mit Platzproblemen zu kämpfen haben. In einem Gespräch mit Bernd Kistermann, Leiter des städtischen Amtes für Immobilienmanagement und technische Infrastruktur, haben sie deshalb am Donnerstag vor Ort die Möglichkeiten einer Erweiterung erörtert. Und dem Verwaltungsvertreter — wenn auch nur verbal — einen kleinen Wunschzettel überreicht.

Zwei zusätzliche Bahnen wurden dort aufgeführt, ebenso wie eine Einfassung des Terrains durch imprägnierte Rundhölzer und bestenfalls auch noch ein kleiner Unterstand. Außerdem regten die Versammelten an, alte Pläne für den Bau eines Mehrgenerationenspielplatzes noch einmal zu überprüfen. „Damals waren unter anderem zwei Spielgeräte für Kinder und Senioren vorgesehen gewesen“, erinnert sich Hans Kleinlein.

Bernd Kistermann versprach den Boule-Enthusiasten, ihr Anliegen und die städtischen Möglichkeiten zu prüfen. Bis Mitte Juni soll nun geklärt werden, ob bzw. in welcher Form eine Erweiterung an der Josefstraße machbar ist.

(gro)
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