Stolberg: Attraktive Akzente setzen am Kaiserplatz

Stolberg: Attraktive Akzente setzen am Kaiserplatz

Die Passage galt bei ihrem Aufkommen als Bautyp im 19. Jahrhundert als ein Vorläufer der Warenhäuser. Und als ein markantes Haus mit einem attraktiven Angebot an Waren und Dienstleistungen neue Akzente am Kaiserplatz setzen soll die „Rathaus-Passage“.

Dazu war am Dienstag aus dem Rathaus zur benachbarten Passage Bürgermeister Ferdi Gatzweiler herüber geeilt, um den neuen Eigentümer Fred Pfennings zu begrüßen. „Jede Veränderung ist auch mit einer Erneuerung verbunden“, sagt Gatzweiler.

Und der Unternehmer aus Baesweiler zeigt sich durchaus überzeugt vom attraktiven Einkaufsstandort Stolberg. „Ich verstehe gar nicht, warum die Stolberger sich gerne unter Wert verkaufen“, sagt Pfennings, dem die Kupferstadt durchaus eine vertraute Umgebung ist. „Meine Frau kommt aus Stolberg, und meine Schwiegereltern leben hier“. Also ist Familie Pfennings auch immer Mal in dieser Stadt unterwegs. Derzeit, um mit großem Engagement die Passage aufzuwerten und mit neuem Leben zu füllen.

Passende Branchen gesucht

Der alte Name ist gewichen, in „Rathaus-Passage“ ein neues Label gefunden, in dem die bestehenden Geschäfte weiterhin als Magnete Eckpunkte setzen. „Aldi bleibt ebenso wie Zillmann“, sagt Pfennings beispielhaft. Neben einem Bistro, einer Drogerie und einem Imbiss ist die Arge ein Ankermieter des Objektes mit 22 Wohnungen auf rund 2000 Quadratmeter Fläche und unterschiedlich dimensionierte Gewerbeeinheiten auf gut 3000 Quadratmeter.

Ausgebaut werden soll das Dachgeschoss des südlichen Gebäudes des Ensembles an der Rathausstraße, um weiteren Wohnraum zu schaffen. Und gesucht werden attraktive Mieter für die derzeit drei Ladenlokale unterschiedlicher Größe. Das Angebot in der Passage soll durch passende Branchen ergänzt werden. Dabei möchte Pfennings auf die Zurückhaltung vergangener Zeiten manchem Sortiment gegenüber verzichten. Aber „neue Geschäfte müssen zum bestehenden Branchenmix passen“, sagt der Betreiber von 50 Tankstellen und Inhaber vielfältiger Immobilien in der Region.

Gleichwohl erkennt er in der Kupferstadt eine „gewisse Hemmschwelle“ zu Investitionen und Neugründungen. Deshalb möchte der neue Eigentümer mit „Starterpaketen“ den Schritt zum neuen Geschäft flankieren. Dazu zählen der befristete Verzicht auf die Kaltmiete ebenso wie gemeinsame Werbeaktivitäten der Geschäftsleute, an denen sich Pfennings beteiligen will.

„In kleinen Schritten Großes aufbauen“, das ist auch eines der Rezept des Bürgermeisters, bekennt Ferdi Gatzweiler, der das Engagement von Fred Pfennings in der Kupferstadt begrüßt und den Unternehmer auch gerne in weitere Projekte und Veranstaltungen eingebunden wissen möchte.

Ähnlich wie Partic Peters als Vorstandssprecher der Gesellschaft Stadtmarketing Stolberg (SMS), die auch gerne mit Rat und Tat zur Seite stehe und auch Interessenten vermitteln könne. „Wir haben auch eine gute Übersicht über Branchen, die in der Innenstadt noch fehlen und das bestehende Angebot gut ergänzen könnten“, so Peters.

(-jül-)