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Stolberg-Atsch: Atscher Wochenmarkt vor dem Aus

Stolberg-Atsch : Atscher Wochenmarkt vor dem Aus

Mit großer Euphorie hat er im November 2002 begonnen, nach einem Jahr hatte sich der Andrang der Kunden schon deutlich gelegt: Jetzt steht nur noch Käse- und Geflügelhändler Jan Boor auf dem Atscher Wochenmarkt, einsam und allein.

Fischhändler und Blumenverkäufer sind schon lange nicht mehr da, der Brotstand und der Fleischverkäufer hat die Fahnen gestrichen und jüngst auch der Obst- und Gemüsestand.

Tage sind gezählt

„Ich habe noch einige gute Stammkunden und bleibe noch eine Weile”, ist Jan Boor betrübt. Aber auch seine Tage in der Atsch sind gezählt. Nach dem großen Ansturm in den ersten Monaten auf dem Donnerstags-Markt bleiben inzwischen die Kunden aus. „Die Konkurrenz der Discounter mit ihrem Niedrigpreis-Segment ist einfach zu groß”, weiß Boor aus den Gesprächen mit seinen Kunden.

Dabei hatte die Atscher CDU de Wochenmarkt initiiert, um den Wünschen aus dem Stadtteil nachzukommen. Die Bürger hatten darüber geklagt, dass sie keine Geschäfte zur Nahversorgung, mit Ausnahme einer Bäckerei, in ihrem Ort haben.

Versuch nicht wahrgenommen

Nach eineinhalb Jahren lautet die Bilanz, dass sie den Versuch, ein Angebot in Atsch zu etablieren, nicht wahrgenommen haben. Nach kurzem Engagement geschlossen hat auch ein Laden, der regelmäßig eine kleine Nahversorgungs-Palette angeboten hatte.

Aber nicht nur in Atsch, sondern auch in Zweifall hat der seit Mai letzten Jahres begründete Wochenmarkt Federn gelassen. Der Brothändler fährt den Eifelort nicht mehr an; ein Nachfolger wird gesucht, aber die Chancen stehen nicht gut. Weiterhin dienstags vor Ort sind Obst und Gemüse, Käse und Geflügel sowie ein Kleiderstand.