Stolberg: Asbest gefunden: Leoni Kerpen räumt das „Hochhaus“

Stolberg : Asbest gefunden: Leoni Kerpen räumt das „Hochhaus“

Aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt hat die Stolberger Geschäftsführung von Leoni Kerpen das „Hochhaus“ — das Hauptgebäude der Verwaltung an der Zweifaller Straße nahe dem Nachtigällchen. Für etwa 50 betroffene Mitarbeiter wurden Ausweicharbeitsplätze in anderen Gebäuden eingerichtet.

Anlass für diese außergewöhnliche Maßnahme sind Asbestfunde, wie Unternehmenssprecher Sven Schmidt auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte. „Bei einer Routinekontrolle der Heizung in der vorletzten Woche wurde in einem Raum des Hauptgebäudes eine Asbestplatte entdeckt“. Daraufhin seien auch die anderen Räume des Hauptgebäudes dahingehend überprüft worden. In einem weiteren Raum wurden ebenfalls zwei Platten gefunden — jeweils in der Größe von etwa einem Din-A-4-Blatt. Daraufhin hat Leoni eine Gesellschaft für Baustoffüberwachung und Geotechnischen Umweltschutz beauftragt, die betroffenen Räume auf Asbestfasern hin zu vermessen. „Es folgte eine Reinigung der Luft, wonach keine Belastung mehr vorlag“, so Schmidt weiter.

Dennoch habe die Geschäftsführung in Stolberg entschieden, dass zur Sicherheit alle Räume des Hauptgebäudes stichprobenartig vermessen werden. „Diese Messungen haben am vergangenen Wochenende stattgefunden und erhöhte Werte erbracht“, sagt Schmidt. Daraufhin habe das Unternehmen das Hauptgebäude sofort gesperrt und alle Mitarbeiter am Montagvormittag informiert.

Dauer und Kosten offen

Für die Beschäftigten im Hauptgebäude wurden auf dem Firmengelände zwischenzeitlich Arbeitsplätze eingerichtet. Zudem nehmen „wir weitere Analysen vor“, sagt Schmidt. Genaues in puncto Dauer und Kosten möglicher Maßnahmen lasse sich vorerst nicht abschätzen.