Anna Mennicken ist in der Serie "Alles oder nichts" zu sehen

Stolbergerin bei „Alles oder nichts“ : Rolle in der Serie eine „Wahnsinnschance“

In Aachen ist sie geboren, in Stolberg hat sie eine ganze Zeit lang gelebt und heute spielt Anna Mennicken ihre erste Hauptrolle im TV. In der Serie „Alles oder Nichts“ hat sie die Rolle der Jenni ergattert. Dabei war die Schauspielerei nicht von klein auf ihr Traumberuf.

Zwar spielte sie bereits während der Schulzeit in AGs mit. Aber den Schauspielberuf zu ergreifen, daran habe sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht, so Mennicken.

Das änderte sich mit dem Abschluss der zehnten Klasse. Eigentlich hatte Mennicken sich bereits entschieden, das Abitur zu machen. Zwei Wochen bevor es soweit war, änderte sie dann allerdings ihre Meinung. Sie teilte ihrer Mutter mit, dass sie Schauspielerin werden wollte. Diese wiederum schlug ihr erste einmal vor, eine Regiehospitanz am Theater Aachen zu absolvieren. Gesagt, getan.

Nachdem sie einen Schauspielkurs mit integrierter Aufnahmeprüfung geschenkt bekam und diese auch bestand, hatte sie komplett Feuer gefangen. Was sie an der Schauspielerei besonders schätzt? „Ich bin praktisch orientiert und lege mich nicht gerne auf eine Sache fest. Beim Schauspielern kann man in viele Rollen schlüpfen“, sagt Mennicken. Eine vielseitige Rolle ist ihrer Meinung nach auch ihr Seriencharakter Jenni Neumann. Sogar die eine oder eine Gemeinsamkeit ist vorhanden. „Jenni ist loyal und sehr impulsiv. Das bin ich auch“, erklärt Mennicken.

Seit dem 22. Oktober ist die Serie im TV zu sehen. Auch Mennicken hat sich einige Folgen angeschaut. „Ich sehe, dass ich das bin. Aber das ist noch immer nicht bei mir angekommen“, sagt sie. Als sie ihre Rolle bekam, fühlte sie sich „wie auf Wolken“. Das Mitwirken sei eine „Wahnsinnschance“ und auch eine „Wahnsinnsarbeit“ – natürlich im positiven Sinne. Und wie sieht ihr Arbeitsalltag aus? Mittlerweile lebt Anna Mennicken in Berlin. Dort wird die Serie auch gedreht. Zum Studio geht´s für die junge Frau mit der Bahn. Den Text für die einzelnen Szenen hat sie vorab natürlich vorbereitet. Ist sie angekommen, geht es erst einmal in die Maske. Dort geht Mennicken noch ein letztes Mal ihren Text durch und dann steht auch schon die erste Szene an.

Zwischen acht und zehn Bildern dreht Mennicken in der Regel am Tag. Eine Szene dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Vorab stehen noch Textproben und technische Proben, in denen unter anderem Kamera und Licht eingestellt werden, an. Dann heißt es: Action!

Doch es gibt auch einige „Aachener Hürden“, die es beim Drehen zu beachten gebe, erklärt Mennicken und spielt damit besonders auf den Dialekt – das Öcher Platt – an, in das auch sie immer mal wieder verfalle. Obwohl sie sich in Berlin wohl fühlt, vermisst sie ihre Heimat. In Aachen sei das besonders „dieses Kleine und Schnuckelige“. Aachen könne man an einem Tag durchqueren. Das wäre in Berlin nicht möglich.

Und was hält die Zukunft für die junge Frau bereit? Mit wem würde sie einmal besonders gerne zusammenarbeiten? Grundsätzlich sei sie für alles offen und lässt sich auch gerne von Menschen überzeugen. Ihr großes Vorbild ist allerdings keine bekannte Schauspielerin, sondern ihre Mutter. Mit ihr, ihrer Schwester und ihrer Großmutter verbringt sie in Berlin auch Weihnachten. Und vielleicht klappt es mit dem Besuch in der Heimat dann doch noch – im nächsten Jahr.